Wie bitte, Informationswissenschaftler unterstützten StudiVZ?


StudiVZ + FH-Potsdam = ?

Campus Spezialisten für StudiVZ gesucht

Die FH-Potsdam unterstützt eine StudiVZ/SchülerVZ/BMBF etc. – Aktion zur Vermarktug der ostdeutschen Hochschulen (soll heißen Image aufpollieren). Marketing für mehr Bildung oder die Motivation zur Bildung ist ja an sich gut. Nur wundert mich irgendwie die Kombi von „Ministerium (!!!)“ und Studi- respektive SchülerVZ. Ein schneller Blick in google zeigt, dass es da Schwierigkeiten mit Verbrauerschützern gab.  Es heißt zwar „Don’t fight the internet!“ (Eric Schmidt), aber es regen sich doch etliche Widerstände gegen social networks aus datenschutzrechtlichen Gründen. Was mich unabhängig davon wirklich  stört, ist die indirekte Gutheißung dieses „Werbeprojekts“ durch den  Fachbereich Informationswissenschaften, der sich quasi einem Gegenspieler (Stichwort: Sicherung von Informationen)  an den Hals wirft. Aber warum nicht, wenns hilft!

Vielleicht auch zu dogmatisch, das so zu sehen.  Ich spekuliere auch, dass die „StudiVZ plus ostdeutsche Hochschulen Variante“ einfach am einfachsten zu realisieren war, weil die Hochschulen sich nicht so leicht zusammentun könnnen (viel Verwaltung, dezentralisierte Verantwortung etc). Da kommen die  StudischülerVZts  genau richtig – ist dann nicht so viel Arbeit: die Hochschulen werden duch die Studierenden aufpolliert, kostet aber keinen müden Cent. Das ist echtes Marketing in Zeiten knapper Kassen!

9 Kommentare

  1. Das Posting verstehe ich nicht so richtig. Was hat der Fb Informationswissenschaften mit einer bundesweiten Aktion des BMBF via Scholz&Friends („Studieren in Fernost“) zu tun? Und warum wäre das kritisch?

    Im Gegenteil: wir sind gerade dabei auch für die Alumni der Hochschule ein Social Network zu entwerfen. Was ist daran schlecht?

    Ich bin ja geschmeichelt, dass wir mit der ganzen Hochschule und gar mit dem BMBF gleichgestellt werden, möchte aber darauf hinweisen, dass es noch 20 weitere Studiengänge und 4 weitere Fachbereiche an der FHP gibt.

    Also noch mal: erstens hat der Fb Infowiss mit der Aktion aber nun überhaupt nichts zu tun und zweitens ist nichts falsch daran, sich mit den neuen Medien zu beschäftigen. Nur so weiß man, wo die Gefahren drohen😉. Die coolen BibliothekarInnen bloggen ja auch, oder?

  2. Sophie Tatü

    ausprobieren kann nie falsch sein. aber man muss auch nicht alles mitmachen, vor allem dann nicht wenn berechtigte zweifel bestehen. zumindest wäre in diesem fall aufklärung angesagt. den meisten ist gar nicht bewusst, was sie in diesen foren mit ihren daten machen. social networks haben ganz gewiss ihre berechtigung und können mit sicherheit auch nützlich sein. dass unwissende studierende (und das unterstelle ich jetzt einfach mal) für marketingzwecke von hochschulen benutzt werden hat für mich aber einen bitteren beigeschmack und, dass das image ostdeutscher hochschulen durch die vermarktung im studivz verbessert wird wage ich zu bezweifeln. aber ich lasse mich auch gerne vom gegenteil überzeugen.

  3. K.P.

    Eigentlich lustig ist für mich die Frage, wo ist der Campus für den Spezialisten?🙂
    Vielleicht unsere Kolonnaden? Das riesen Loch vor der FH in der Friedrich-Ebert-Straße? Oder vielleicht doch das Gammelwäldchen an der Pappelallee?

    (bitte nicht ernst nehmen)

  4. Goraz

    @sophie tatü

    es ist mir neu, dass personen gezwungen werden sich auf plattformen wie studivz usw. anzumelden. ich denke, dass jeder nutzungsbedingungen und dergleichen lesen und verstehen kann.
    somit kann jeder für sich selbst entscheiden ob er sich anmeldet oder angemeldet bleibt und sich den möglichen „gefahren“ aussetzt.
    die bezeichnung „unwissende studierende“ finde ich übrigens sehr lustig.

    zur rettung von bildungsstandorten ist diese maßnahme vollkommen legitim.
    es würden sich sicherlich mehr beschweren, wenn ein standort oder fachbereich mangels studierenden geschlossen werden müsste, und nicht alles versucht wurde, diesen zu retten.

    in der politik würde man sagen, dass man die nachteile gegen die vorteile abgewogen hat und der gesamtgesellschaftliche nutzen überwiegt.

  5. Sophie Tatü

    http://u5l.de/5c

    ich habe nie von zwingen gesprochen, nur von zu wenig aufklärung im umgang mit social networks.
    an unwissenden studierenden ist nichts lustiges. das ist eher traurig aber leider nicht selten.

  6. Goraz

    werfe ich dir auch nicht vor.
    was ich damit sagen will, ist, dass jeder freiwillig in solchen netzwerken registriert ist und die freie wahl hat wieder auszusteigen.
    und bei der vielzahl von informationen über solche netzwerke, ist unwissenheit schon lustig.
    aber vlt. ist es ja auch nicht unwissenheit, sondern naivität.

  7. Tupfe

    Wäre bei den jüngsten Vorkommnissen, „Facebook-Betrüger erpresst Schüler mit Nacktfotos“ /http://www.dslteam.de/news/artikel/33094/0/Facebook-Betrueger-erpresst-Schueler-mit-Nacktfotos), nicht mal ne Kampagne zur Aufklärung über die Risiken von Social Networks wichtiger als ne Imagekampagne zu finanzieren – vor allem was das BMBF betrifft?! Die Meldungen über Missbrauch häufen sich… Vielleicht sollte man sich als Bibliotheks- & Informationswissenschaftler eher mal damit beschäftigen, wie sich eine Kampagne zur Vermittlung von Informationskompetenz für Social Networks gestalten ließe… Und ob man sich für umme-nada-niente von einer der größten Werbeagenturen Europas mit Millionenumsatz als Multiplikator einspannen lässt, anstatt die Energie in sinnvollere Projekte zu investieren – gut, das bleibt jedem selbst überlassen…

  8. Generell zum Thema „Abschied von der Privatheit“ ist das neue ix editorial noch lesenswert
    http://www.heise.de/ix/artikel/2009/02/003/

  9. Na wunderbar nun wirft bei StudiVZ/SchülerVZ/MeinVZ etc. auch noch das Ministerium einen Blick drauf!
    Wie soll es denn nun mit den socialen Netzwerken weitergehen??

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