97. Bibtag, Informationsdschungel und Captain Library Future


oder es geht ein Gespenst um in der Bibliothekswelt

Wir zelteten am Rheinwir zelten am Rhein

Bildquelle

Bibliotheken sind ein Informationsanbieter unter vielen. Informationen müssen für die Nutzer interoperabel gemacht werden. Während des Wegs zum Zeltplatz im Mannheimer Parkdschungel verlaufen. An Ponnyhof vorbeigelaufen und uns ausgemalt, mit welchem Gaul wir zum Bibtag zurückreiten. Der gesamte Bibliotheksbestand wird in zehn Jahren digital abrufbar sein. Service und Daten dort anbieten, wo sie gesucht werden. Rückweg vom Zeltplatz – wieder eine Stunde lang im schwülen Urwald verlaufen. Tiere machen hier Geräusche, die man in Berlin nie zu hören bekommt. Ob dort Affen in den Bäumen hausen?
Die Bibliothek ist ein offener Raum für DIskussionen. Die Nutzer sitzen mit portablen Geräten in einem leeren Raumund (ein kultureller Treffpunkt) und diskutieren.

Aber wo ist die Bibliothek? Laut OCLC ist die Nachfrage an Bibliotheken zwischen 2005 und 2007 um 20-30% gesunken. Sog. bouncing, flicking behaviour und power browsing läuft bodenständiger Bibliotheksarbeit etwas entgegen. Der Trend geht in Richtung 3D-library, virtuelle Welten – getting the real world done in virtual worlds, so Klaus Ceynowa auf dem Bibtag. Die Folge ist, ich folge hier seiner Argumentation, dass das Internet mehr und mehr der Marktplatz für Bibliotheken wird. Hier werden sich auch die Angebote von der Bibliothek und ihrem physischen Raum entgrenzen und desintegrieren. Einheitliche Dienste werden sich atomisieren. Neue Interfaces machen, dass man weg kommt von der Idee klasischer Telearbeit. Was bleibt sind wenige Dienste, Relikte der Sichtbarkeit von Bibliotheken im Netz, einfach, schnell und von unterwegs zu bedienen. Die Bibliothek als organisatorische und institutionelle und funktionale Einheit wird verschwinden. Bleiben oder zunächst erfunden werden wird eine Vielfalt diffenrenzierter und diversifizierter Leistungen in einer digitalen Infrasstruktur. Als Phönix aus der Asche wird die Bibliothek auferstehen.

Am nächsten kommt dieser Idee vom Phönix vielleicht Prof. Simom aus der Serie Captain Future. Das „lebende Gehinrn“ gibt nicht nur schnell ßund einfach Informationen heraus, die für die Menschheit überlebenswichtig sind, sondern übernimmt auch wichtige Steuerungs- und Leitungsfunktionen im Gebäude (hier im Raumschiff). Er beherrscht die Informationskompetenz (gibt die Inforamtionen die benötigt werden sofort) und verfügt über absolute Medienkompetenz (kann Beamer bedienen, Portale öffnen und medizinische Operationen vorbereiten und durchführen). Aber das fliegende Gehirn ist ein Hilfsmittel, dessen menschliche, androidische und what ever personenbezogene Umgebung höchst diversifiziert und differenziert ist (z.B. Grag der Roboter und Otto der Androide).

Klaus Ceynova beschrieb die Bibliothek in zehn Jahren. Diese wird kein fliegendes Gehirn sein. Das Gehirn ist vielleicht ein Handy, welches auf Datenbanken zurückgreift, die vom Bibliothekspersonal betreut werden. Um zum Schluss den Bogen zum Informationsdschungel zu kriegen: Die Bibliothek wird ihn niemals mehr beherrschen. Hier noch der deutsche CF Trailer.

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