Lesung und Gespräch mit Edgar Wolfrum

Wann: Donnerstag, den 24. September um 19:30

Wo: Bibliothek des Deutschen Instituts für Menschenrechte

Einladung als PDF

Buch und weitere Infos

Beyond Erfurt…

10. Juni 2009

… and back to nature

During the „98th German Librarian’s Day“  Erfurt presented itself in a real fine condition.  But some of the Bsu bloggers, including me, preferred  to camp in the vicinity of Thüringens capital, in one of those Eastern ghost villages called Kühnhausen.  You can not see it in the pictures but the people  in Erfurt (and beyond) are so friendly.

c lang 2

c lang

c nacht 2

c see

c bahnhof

dom

erf 1

hasi huhn vogel

Die Zukunftswerkstatt wird morgen innerhalb der Reihe CREATE INPUT von CREATE BERLIN einen Vortrag zum Thema „Kulturvermittlung 2.0“ halten. Die Reihe beschäftigt sich mit verschiedenen kulturellen Themen und soll vor allem dazu dienen, kreativen BerlinerInnen eine Gelegenheit zu bieten, ihre Ideen präsentieren und sich gegenseitig kennenlernen zu können. Die InitiatorInnen der Zukunftswerkstatt werden morgen ab 19:30 im Münzsalon in der Münzstraße 23, sich und ihr innovatives Projekt vorstellen.

Hans-Christoph Hobohm hat bei der Mitentscheidung, wie der Bürgerhaushalt Potsdams verwendet werden kann, einen Vorschlag für den Ausbau von Kultur- und Medienarbeit für Jugendliche eingereicht. Potsdamer Bürgerinnen und Bürger dürfen jetzt entscheiden. Mehr dazu im LIS in Potsdam Blog.

Im Zuge der letzten Jahre haben sich Merkmale und Selbstverständnis von Bibliotheken stark verändert. Das liegt besonders am Netz. Interessanterweise lassen sich die Umbrüche, die für Bibliotheken durch das Netz entstanden sind und der kulturelle Wandel zwischen Moderne und Postmoderne miteinander vergleichen:

Quelle: Michael Bischoff: DIe Postmoderne. Examensarbeit. STH Basel, April 2000 / leicht überarbeitet, August 2005

Das Schema ist eine Vereinfachung und bezieht sich ursprünglich auf die Veränderung der Wahrnehmung von Kunst und Kultur. Wir setzen Kultur und Bibliothek einfach mal gleich. Übertragen auf die heutige Bibliothek lassen sich einige Thesen ableiten:

Die Stellung zum Absoluten: Die Bibliothek als Zentrum von Wahrheit und Wissensmacht ist nicht mehr. Der Bestand ist ein Angebot an die Nutzer. Vernufts- oder Ästhetikkriterien helfen bei der Auswahl von Informationsobjekten nur bedingt weiter.

Wert: Die Bibliothek ist kein Wert mehr in sich selbst. Sie ist definiert durch Schnittstellen zu immer komplexer werdenden Gruppen, gesellschaftlichen, sozialen und politischen Prozessen. Sie schafft nur Wert in Bezug auf die Befriedigung von Wissensbedürfnissen. Dabei ist das Wissensbedürfnis diffus. Autoritäten bez. Anschaffungsvorschläge werden sukzessive an Relevanz einbüßen.

Künstler: Wer ist der Künstler? War es früher die Bibliothekarin selbst? Ist es heute der IT-Spezialist, der morgens katalogisiert und mittags eine Veranstaltung für eine Schulklasse leitet? Oder ist der Künstler die Nutzerin, die der Bibliothek durch tagging, Catalog Enrichment und Empfehlungen noch einiges beibringen kann?

Das Aufbrechen des Stils vollzieht sich nicht nur im Rollenkonflikt von BibliothekarInnen, sondern besonders in der Stifrage, was Bibliothek ist und wie sie sich darstellt. Stile anderer Informationsanbieter belasten das Selbstverständnis der Bibliotheken stark. Auch die Art neuer Suchmethoden „z.B. power-bouncing“ wiedersprechen der auf systematischer Vollständigkeit besierenden bibliothekarischen Rercherchemethode.

Die grobe These, die sich daraus ergibt: Es ist ein Auflösungsprozess im Gange! Das lässt sich im Ansatz auch in dem Artikel in Hobohms LIS blog ablesen: Man beginnt damit Konventionen, Riten, Traditionen etc. über Bord zu werfen.