Araba aldim kadin aldum

Lesung und Gespräch mit Nazmiye Güçlü

Nazmiye Güçlü ile okuma ve sohbet etkinliği

Einladung: Flyer (pdf)

“Am 4. Juni liest die türkische Autorin und Feministin Nazmiye Güçlü im Deutschen Institut für Menschenrechte aus ihrem Buch “Araba aldım kadın oldum” – “Ich kaufte ein Auto und wurde zur Frau”. Nazmiye Güçlü wurde 1960 in Istanbul geboren. Dass sie aufgrund der angeborenen Verkürzung eines Beines stark humpelt und eine Schiene tragen muss, hält sie nicht davon ab, Miniröcke anzuziehen und bei Talkshows im türkischen Fernsehen Diskussionen zu entfachen.

Aussprechen statt verschweigen, zeigen statt verstecken – mit dieser Devise ist es Nazmiye Güçlü gelungen, Menschen mit Behinderungen in ihrer Heimat eine Stimme zu geben und einen Platz im alltäglichen Leben einzuräumen. In dem Buch “Ich kaufte ein Auto und wurde zur Frau” schildert sie provokant, trotzig und humorvoll das Leben als körperbehinderte Frau in der Türkei.” (Website Deutsches Institut für Menschenrechte)

“Lesung in türkischer Sprache mit deutscher Übersetzung von Arzu Altuğ. Die Veranstaltung wird in deutsche Gebärdensprache übersetzt.” (ebd.)

Wann?
4. Juni 2010, 18:00 Uhr


Wo?
Deutsches Institut für Menschenrechte
Konferenzraum | Aufgang D | Erdgeschoss
Zimmerstr. 26/27
10969 Berlin

Grund genug, von einer neuen Öffentlichkeit zu sprechen!

Deutschlands größtes Social Media Event re:publica 2010 macht die Kanäle auf.  Und zwar jetzt. Gestern habe ichs noch in der ct gelesen. Heute gemerkt, dass ich das alles nicht mitbekommen habe – aber egal, denn das gesamte Programm etc. wird life gestreamt, Webpotentiale werden voll ausgeschöpft. Auf jeden Fall ein Knaller – für alle, die wissen wollen, was die die Community zwischen Kommerz, Nerds, Hacks, Freiheit, Kontrolle und Weltverbesserung im Sinn hat.  3000+ Leute werden erwartet und tausende werden das Ganze im Web begleiten.

stream kalkscheune

stream friedrichstadtpalast

Lesung und Gespräch mit Edgar Wolfrum

Wann: Donnerstag, den 24. September um 19:30

Wo: Bibliothek des Deutschen Instituts für Menschenrechte

Einladung als PDF

Buch und weitere Infos

Beyond Erfurt…

10. Juni 2009

… and back to nature

During the “98th German Librarian’s Day”  Erfurt presented itself in a real fine condition.  But some of the Bsu bloggers, including me, preferred  to camp in the vicinity of Thüringens capital, in one of those Eastern ghost villages called Kühnhausen.  You can not see it in the pictures but the people  in Erfurt (and beyond) are so friendly.

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Die Zukunftswerkstatt wird morgen innerhalb der Reihe CREATE INPUT von CREATE BERLIN einen Vortrag zum Thema „Kulturvermittlung 2.0“ halten. Die Reihe beschäftigt sich mit verschiedenen kulturellen Themen und soll vor allem dazu dienen, kreativen BerlinerInnen eine Gelegenheit zu bieten, ihre Ideen präsentieren und sich gegenseitig kennenlernen zu können. Die InitiatorInnen der Zukunftswerkstatt werden morgen ab 19:30 im Münzsalon in der Münzstraße 23, sich und ihr innovatives Projekt vorstellen.

Hans-Christoph Hobohm hat bei der Mitentscheidung, wie der Bürgerhaushalt Potsdams verwendet werden kann, einen Vorschlag für den Ausbau von Kultur- und Medienarbeit für Jugendliche eingereicht. Potsdamer Bürgerinnen und Bürger dürfen jetzt entscheiden. Mehr dazu im LIS in Potsdam Blog.

Im Zuge der letzten Jahre haben sich Merkmale und Selbstverständnis von Bibliotheken stark verändert. Das liegt besonders am Netz. Interessanterweise lassen sich die Umbrüche, die für Bibliotheken durch das Netz entstanden sind und der kulturelle Wandel zwischen Moderne und Postmoderne miteinander vergleichen:

Quelle: Michael Bischoff: DIe Postmoderne. Examensarbeit. STH Basel, April 2000 / leicht überarbeitet, August 2005

Das Schema ist eine Vereinfachung und bezieht sich ursprünglich auf die Veränderung der Wahrnehmung von Kunst und Kultur. Wir setzen Kultur und Bibliothek einfach mal gleich. Übertragen auf die heutige Bibliothek lassen sich einige Thesen ableiten:

Die Stellung zum Absoluten: Die Bibliothek als Zentrum von Wahrheit und Wissensmacht ist nicht mehr. Der Bestand ist ein Angebot an die Nutzer. Vernufts- oder Ästhetikkriterien helfen bei der Auswahl von Informationsobjekten nur bedingt weiter.

Wert: Die Bibliothek ist kein Wert mehr in sich selbst. Sie ist definiert durch Schnittstellen zu immer komplexer werdenden Gruppen, gesellschaftlichen, sozialen und politischen Prozessen. Sie schafft nur Wert in Bezug auf die Befriedigung von Wissensbedürfnissen. Dabei ist das Wissensbedürfnis diffus. Autoritäten bez. Anschaffungsvorschläge werden sukzessive an Relevanz einbüßen.

Künstler: Wer ist der Künstler? War es früher die Bibliothekarin selbst? Ist es heute der IT-Spezialist, der morgens katalogisiert und mittags eine Veranstaltung für eine Schulklasse leitet? Oder ist der Künstler die Nutzerin, die der Bibliothek durch tagging, Catalog Enrichment und Empfehlungen noch einiges beibringen kann?

Das Aufbrechen des Stils vollzieht sich nicht nur im Rollenkonflikt von BibliothekarInnen, sondern besonders in der Stifrage, was Bibliothek ist und wie sie sich darstellt. Stile anderer Informationsanbieter belasten das Selbstverständnis der Bibliotheken stark. Auch die Art neuer Suchmethoden “z.B. power-bouncing” wiedersprechen der auf systematischer Vollständigkeit besierenden bibliothekarischen Rercherchemethode.

Die grobe These, die sich daraus ergibt: Es ist ein Auflösungsprozess im Gange! Das lässt sich im Ansatz auch in dem Artikel in Hobohms LIS blog ablesen: Man beginnt damit Konventionen, Riten, Traditionen etc. über Bord zu werfen.

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