Nett

29. September 2009

Echt toll aufgezogene Präsentation!

Das Internet-Manifest

8. September 2009

17 Thesen zum Selbstverständnis des Bloggers nageln sie an ihre Blogtore, 15 sogenannte Alpha-Blooger sagen uns wie sie dien neue Welt verstehn und vor allem wie der Journalismus im Internetzeitalter aussehen wird. Aber auch für Bibliothekare sind diese Thesen eine wichtige Orientierung in sich so schnell verändernden Zeiten.

Besondere Aufmerksamkeit sollte der These 5. Das Internet ist der Sieg der Information gewidmet werden, in der die Bedeutung der „öffentliche Einrichtungen“, welche „die Informationen der Welt…Bisher ordneten“ zugunsten von Suchmaschienen und dem Individuum abnehmen wird, oder vielleicht auch einfach nur obsolet.

Auch Punkt 11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information. wird wohl von einigen BibliothekarInnen anders gesehen werden, wenn vor der so oft gewarnten Informationsflut eigentlich nur mehr Freiheit entstehen kann.

Nun hat allerdings die IFLA schon 2002 das „Das IFLA Internet-Manifest“ veröffentlicht mit Schwerpunkt auf den ungehinderten Zugang zu Informationen übers Internet.

Was bleibt im Internet privat?

Das Museum für Kommunikation lädt zusammen mit dem Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck zu einer Podiumsdiskussion rund um das Thema private Daten im Netz ein:

„Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt unweigerlich Spuren. Wo man früher noch sein Tagebuch mit einem Schloss gesichert hat, werden heute intime Gedanken oder Schnappschüsse vom letzten Skiurlaub für jedermann zugänglich als Blog veröffentlicht. [...] Erfordern diese Entwicklungen einen anderen Umgang mit der Privatsphäre, eine geänderte Informationsethik? Oder gibt die Internet-Evolution nicht auch neuen Raum für Austausch und Vielfalt, öffnet neue Horizonte, formt neue Werte?“

Los gehts am 07.07.2009 um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Voranmeldung bis 3. Juli 2009 per E-Mail an digital(at)vf-holtzbrinck.de
Nähere Infos gibts im Programm des MfK oder hier

In Erfurt scheint sich die message endgültig verkündet zu haben. Web 2.0 jetzt Standard für PR, Bibiliotheksvernetzung und neue nutzerorientierte Bibliotheksfunktionen. Ein must have ohne wenn und aber!

Mehr dazu bald (auch der exklusive Bericht „Beyond Erfurt: Kühnhausen und die Reise gen Osten“ mit Videos)

Sie gefährden unsere Kultur, Piraten im digitalen Meer der Bits und Bytes. Das Mutterschiff ist gesichtet, es  googelt unbehelligt vor den reichen Fischgründen auf und ab, Wasser kennt keine Balken. Um der drohenden Überfischung und dem damit einhergehenden Kollaps der kulturellen Bestände Einhalt zu gebieten, rüstet ein aufrechter Verein ein Rettungsschiff aus und heuert eine Crew an. Eingetragen in die Heuerliste haben sich inzwischen 1462,5 MatrosInnen. Mit solch einer großen Menge Manpower macht sich die “bunte Kuh” auf, das Böse zu bekämpfen und feuern nun im Wochenrhythmus eine Breitseite nach der anderen ab. Zuerst noch ein Streufeuer in alle Richtungen, entwickelt sich langsam ein Zweifrontenkrieg gegen das ganz große Böse, welches auf allen sieben Weltmeeren sein Unwesen treibt, und einen Haufen Querulanten, die in einem lokalen Seegebiet operieren. Der Kanonendonner wird wohl sicher auch den zuständigen oberen Behörden nicht entgangen sein und eine baldige Ausstellung von Kaperbriefen zu folge haben, wohl eher nicht.

Während hierzulande noch um die Interpretation des deutschen Seerechts gerungen wird, haben in baltischen Gewässern die digitalen Freibeuter schon die Schlinge um den Hals.

Hans-Christoph Hobohm hat bei der Mitentscheidung, wie der Bürgerhaushalt Potsdams verwendet werden kann, einen Vorschlag für den Ausbau von Kultur- und Medienarbeit für Jugendliche eingereicht. Potsdamer Bürgerinnen und Bürger dürfen jetzt entscheiden. Mehr dazu im LIS in Potsdam Blog.

Bisher fiel mir selten auf, dass Bibliotheken im „selben Atzemzug“ mit web 2.0 Projekten genannt wurden. Die letzte Ausgabe der „UNESCO heute“ spannt in der Ausgabe zum Thema Wissen im Web den Bogen zwischen „modernen Wissensgesellschaften“, „Web 2.0 Anwendungen“, „Bildung“ und man glaubt es kaum „Bibliotheken im Internetzeitalter“. Ein Bezug zwischen Bibliotheken und Web 2.0 muss zwar hineininterpretiert werden. Trotzdem: Ein Coolness Punkt für mehr Sichtbarkeit. Auch sehr schön: Die web trend map 3 der information architects (iA) zeigt einige Informationseinrichtungen und -anwendungen (Projekt Gutenberg und Internet Archive), die die These erhärten, dass non-profit Informationseinrichtungen noch sichtbar exisitieren und in der Arena der Informationsdienstleister mitmischen.