Geoslavery
14. Oktober 2010
“Society must contemplate a new
form of slavery, characterized
by location control.” (Dobson/Fisher, 48)
Mein BibCamp³ #bib3
27. Mai 2010
Bericht vom Bibcamp 2010, 7-8. Mai 2010 Hannover
Professionalisierung der Bibliothek 2.0
Themen:
- 2.0 Kompetenz verstärkt in die Stellenausschreibungen von Bibliotheken mit einbeziehen
- 2.0 Anwendungen für die Neuorganisation der Bibliothek oder der übergeordneten Einrichtung nutzbar machen
- Welche Strategien gibt es, Berührungsängste von KollegInnen oder Mitarbeitenden gegenüber Web 2.0 abzubauen?
Ideen, Anmerkungen, Diskussionsstränge irgendwo auf dem Weg zu professionellen Bibliothek 2.0:
- Dass Web 2.0 Kompetenz der Organisationsentwicklung und –verbesserung dient, sollte bei ArbeitgeberInnen mitgedacht werden, wenn Web 2.0 Kompetenzen in der Stellenausschreibung gefordert werden. Web 2.0 Anwendungen sollten nicht als Alibi für Innovationen eingesetzt werden. 2.0 BibliothekarInnen sollten vor allem gezielt daran arbeiten, eine Verbesserung der Strukturen, der Organisation und der Kommunikation durch Social Media Anwendungen zu schaffen. Diese Dimension von Web 2.0 sollte in der Praxis aufgegriffen und stärker kommuniziert werden.
- Um Organisationen davon zu überzeugen, dass sich viele 2.0 Anwendungen für die Verbesserung von Kommunikation, Wissens- und Wissenschaftsmanagement nutzen lassen, bedarf es Überzeugungsarbeit. Effektives Changemanagement hin zur 2.0 Organisation bedarf einer neuen Kultur des Kommunikationsstils.
- Mehr experimentieren. Berührungsängste abbauen. Support aktiv anbieten. Demonstrieren was möglich ist und wie man heute arbeiten kann. Bibliothek als Versuchslabor: http://www.lib.umich.edu/mlibrary-labs
- Scheitern berücksichtigen und als Teil des Lernens akzeptieren. Virtuelle Fachbibliotheken oder Vascoda sollten nicht immer so stark abgewertet werden, stellen sie doch ein Musterbeispiel für den „Erfolg des Scheiterns“ dar. Denn über den Aufbau der ViFas sind viele junge Leute in den Bibliotheksbereich gekommen, viele neue technische Ideen wurden eingebracht und das Angebot sukzessive optimiert. Zugleich hat durch die internetbasierten Fachbibliotheken eine Verjüngung stattgefunden. Bibliothekarische Fachzeitschriften sind stets erfolgsorientiert. Scheitern gehört ins Management. Eine Atmosphäre des Ausprobierens und des Testens ist fruchtbarer, wenn der Erfolg nicht das einzige Ergebnis sein soll. Scheitern und Ausprobieren tragen auch maßgeblich zur lernenden Organisation bei: Open Innovation lautet hier das Stichwort.
- Projekte unabhängig vom Image der Einrichtung aufstellen. Das Testen von Anwendungen ist möglich, ohne direkt als bestimmte Einrichtung auftreten zu müssen.
- Versuchen, alle Dimensionen ausreizen. Alle Zielgruppen mitnehmen.
- Soziale Motivation und langer Atem sind ebenfalls entscheidend.
- Praktische Anwendungsfälle, Trends und Demos präsentieren und vermitteln.
Wissenschaft und Bibliothek: Unterstützung der WissenschaftlerInnen
Thema: Welche Services können Bibliotheken speziell WissenschaftlerInnen anbieten?
- Präsentation einer Webanwendung: Übersicht aller Publikationen des Instituts, sortierbar nach ZSN, Themen, Mengen an Publikationen pro Autor, als Aushängeschild einer Forschungseinrichtung
- Kommunikationskontakt zu den WissenschaftlerInnen ist sehr wichtig, um herausfinden, welche Tools überhaupt für die Wissenschaft benötigt werden.
Ideen:
- Plattform auf der WissenschaftlerInnen ihre Publikationen veröffentlichen
- Literaturverwaltung, Proaktive Services, offene Sprechstunden, zeigen,dass man da ist und zur Verfügung steht.
- Wir zeigen es an Eurem eigenen Rechner.
- Unterstützung bei der Einreichung von Aufsätzen in einem Journal Submission System? Unterstützung beim Einreichen von Aufsätzen?
Sharing
Wie schafft man es, dass WissenschatlerInnen ihre Daten teilen oder überhaupt Literaturverwaltungsprogramme benutzen? Die Prägung der Veranstaltung war sehr technikorientiert: Endnote, Citavi, Mendeley aber auch CiteULike, zotero und JabRef wurden angesprochen und verglichen.
Vorbehalte:
- Anwendungen oft zu hakelig. Facebookisierung mancher Literaturanwendungen, d.h. z.B. alle Daten, die ich in Mendeley internebasiert eingebe, dienen Mendeley zu Profilbildung und Weiterverarbeitung
- Daten werden auch gerne von WIssenschaftlierInnen zurückgehalten (Angst, immer dieselben Quellen, Konkurrenz)
- Vielen ist der Mehrwert veröffentlichter und zur Weiterverarbeitung generierter Daten nicht ersichtlich, Ängste
Ansätze:
- Primärdaten sollten bei Publikation mitgeliefert werden.
- Man sollte sich auf das Medium, die Anwendung einigen.
- Entscheiden, wann und wo ich Daten veröffentlichen will.
- CiteULike : eigene Daten können unter Creative Commons gestellt werden
Beispiele:
- Bei twitter ist alles besser: ein Datenpool und zig Anwendungen zu Weiterverarbeitung
- Open Notebook Science (Primärdaten sichtbar machen und veröffentlichen)
- Code for lib http://code4lib.org/
- Mendeley API http://www.mendeley.com/blog/press-release/announcing-mendeley-open-api/
Beratender Katalog 2.0
Beispiele in diesem Zusammenhang: http://wiwi-werkbank.de/
Eyeplorer gutes Instrument http://eyeplorer.com/show/, Relevanzranking
Bibliotheksapps
Wer braucht es? Lohnt sich das? Demo von Apple und Android Apps. Kosten unklar. IPad, eBook Trends – lose Diskussion. Bachelorarbeit, neue Geräteklassen, Evtl. Arbeitskreis gründen, Was sollen wir tun?
Weitere Informationen zu allen Sessions unter http://bibcamp.pbworks.com/

Nett
29. September 2009
Echt toll aufgezogene Präsentation!
Das Internet-Manifest
8. September 2009
17 Thesen zum Selbstverständnis des Bloggers nageln sie an ihre Blogtore, 15 sogenannte Alpha-Blooger sagen uns wie sie dien neue Welt verstehn und vor allem wie der Journalismus im Internetzeitalter aussehen wird. Aber auch für Bibliothekare sind diese Thesen eine wichtige Orientierung in sich so schnell verändernden Zeiten.
Besondere Aufmerksamkeit sollte der These 5. Das Internet ist der Sieg der Information gewidmet werden, in der die Bedeutung der “öffentliche Einrichtungen”, welche “die Informationen der Welt…Bisher ordneten” zugunsten von Suchmaschienen und dem Individuum abnehmen wird, oder vielleicht auch einfach nur obsolet.
Auch Punkt 11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information. wird wohl von einigen BibliothekarInnen anders gesehen werden, wenn vor der so oft gewarnten Informationsflut eigentlich nur mehr Freiheit entstehen kann.
Nun hat allerdings die IFLA schon 2002 das “Das IFLA Internet-Manifest” veröffentlicht mit Schwerpunkt auf den ungehinderten Zugang zu Informationen übers Internet.
“Lebe lieber digital”
29. Juni 2009
Was bleibt im Internet privat?
Das Museum für Kommunikation lädt zusammen mit dem Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck zu einer Podiumsdiskussion rund um das Thema private Daten im Netz ein:
“Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt unweigerlich Spuren. Wo man früher noch sein Tagebuch mit einem Schloss gesichert hat, werden heute intime Gedanken oder Schnappschüsse vom letzten Skiurlaub für jedermann zugänglich als Blog veröffentlicht. [...] Erfordern diese Entwicklungen einen anderen Umgang mit der Privatsphäre, eine geänderte Informationsethik? Oder gibt die Internet-Evolution nicht auch neuen Raum für Austausch und Vielfalt, öffnet neue Horizonte, formt neue Werte?”
Los gehts am 07.07.2009 um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Voranmeldung bis 3. Juli 2009 per E-Mail an digital(at)vf-holtzbrinck.de
Nähere Infos gibts im Programm des MfK oder hier
Vor Piraten wird gewarnt!
26. April 2009
Sie gefährden unsere Kultur, Piraten im digitalen Meer der Bits und Bytes. Das Mutterschiff ist gesichtet, es googelt unbehelligt vor den reichen Fischgründen auf und ab, Wasser kennt keine Balken. Um der drohenden Überfischung und dem damit einhergehenden Kollaps der kulturellen Bestände Einhalt zu gebieten, rüstet ein aufrechter Verein ein Rettungsschiff aus und heuert eine Crew an. Eingetragen in die Heuerliste haben sich inzwischen 1462,5 MatrosInnen. Mit solch einer großen Menge Manpower macht sich die “bunte Kuh” auf, das Böse zu bekämpfen und feuern nun im Wochenrhythmus eine Breitseite nach der anderen ab. Zuerst noch ein Streufeuer in alle Richtungen, entwickelt sich langsam ein Zweifrontenkrieg gegen das ganz große Böse, welches auf allen sieben Weltmeeren sein Unwesen treibt, und einen Haufen Querulanten, die in einem lokalen Seegebiet operieren. Der Kanonendonner wird wohl sicher auch den zuständigen oberen Behörden nicht entgangen sein und eine baldige Ausstellung von Kaperbriefen zu folge haben, wohl eher nicht.
Während hierzulande noch um die Interpretation des deutschen Seerechts gerungen wird, haben in baltischen Gewässern die digitalen Freibeuter schon die Schlinge um den Hals.
Mehr Medienkompetenz für Potsdamer Jugendliche
10. Dezember 2008
Hans-Christoph Hobohm hat bei der Mitentscheidung, wie der Bürgerhaushalt Potsdams verwendet werden kann, einen Vorschlag für den Ausbau von Kultur- und Medienarbeit für Jugendliche eingereicht. Potsdamer Bürgerinnen und Bürger dürfen jetzt entscheiden. Mehr dazu im LIS in Potsdam Blog.
Bibliotheken im Web 2.0 Kontext nicht unsichtbar
20. Juni 2008
Bisher fiel mir selten auf, dass Bibliotheken im “selben Atzemzug” mit web 2.0 Projekten genannt wurden. Die letzte Ausgabe der “UNESCO heute” spannt in der Ausgabe zum Thema Wissen im Web den Bogen zwischen “modernen Wissensgesellschaften”, “Web 2.0 Anwendungen”, “Bildung” und man glaubt es kaum “Bibliotheken im Internetzeitalter”. Ein Bezug zwischen Bibliotheken und Web 2.0 muss zwar hineininterpretiert werden. Trotzdem: Ein Coolness Punkt für mehr Sichtbarkeit. Auch sehr schön: Die web trend map 3 der information architects (iA) zeigt einige Informationseinrichtungen und -anwendungen (Projekt Gutenberg und Internet Archive), die die These erhärten, dass non-profit Informationseinrichtungen noch sichtbar exisitieren und in der Arena der Informationsdienstleister mitmischen.













