Seit zwei Wochen ist auch der Hörsaal 1 der Fachhochschule Potsdam besetzt. Auch ein paar BibliotheksstudentInnen sind unter den BesetzterInnen und fordern eine bessere Bildung. Der Forderungskatalog der bildungsstreikenden Studierenden wurde an die Hochschulleitung geschickt und im Internet veröffntlicht. Die sind unsere Forderngen.

 

Forderungskatalog

Fassung Herbst 2009

Präambel

Durch Diskussionen über die Zukunft des Bildungssystems, in den Bildungsstreik-wochen im Sommer und Herbst 2009 und der Besetzung des Hörsaals I am Standort Friedrich-Ebert-Straße seit dem 17. November 2009, ist dieser Forderungskatalog der Studierendenschaft der FH Potsdam entstanden. Er benennt Missstände an unserer Hochschule, zeigt Verbesserungsmöglichkeiten und Perspektiven auf und stellt darauf basierend konkrete Forderungen. Einige dieser Punkte finden sich bereits in bestehenden Beschlüssen (STEP 2015, Brandenburgisches Hochschulgesetz, Grundordnung, Wahlordnung etc.), deren Umsetzung mangelhaft ist oder bisher aussteht.
Um die Forderungen ständig zu aktualisieren und mit den Studierenden und Dozierenden im Dialog zu bleiben, hat sich die AG Bildungskomitee gegründet. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Besetzenden der FH Potsdam und den studentischen Gremien die Umsetzung des Katalogs zu kontrollieren und sich aktiv daran zu beteiligen. Alle sind dazu aufgerufen sich über die Streikwochen hinaus einzubringen und für unser Bildungssystem zu kämpfen!

Allgemeine fachhochschulbezogene Forderungen

  • Verbesserung der Barrierefreiheit (Gebäude, Homepage, …)
  • Einführung eines fachbereichsübergreifenden Budgets im Hochschuletat für Projekte und Aktionen z.B. Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation
  • Wiedereinführung eines Gesamtvorlesungsverzeichnisses
  • Erhöhung des Budgets für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte
  • Nur Vergabe von Aufträgen an externe Firmen (z. B. Wachschutz), die den Mitarbeitern ein Gehalt mindestens über der Armutsgrenze garantieren

Rahmenbedingungen verbessern

  • Bessere Studierbarkeit für Menschen mit Kind, mit Behinderung, mit Migrationshintergrund, mit pflegebedürftigen Angehörigen sowie sonstigen sozial Benachteiligten
  • Transdisziplinarität zwischen den Fachbereichen fördern und strukturell ermöglichen. Dabei sollen die Schnittmengen der Studiengangsinhalte genutzt werden.
    • Schnelle Umsetzung eines transdisziplinären Lehrangebots zum Sommersemester 2010. Dabei sollen für alle Studierenden offene Lehrveranstaltungen aller Studiengänge zu einem festgelegten Termin stattfinden.
    • Bessere gemeinsame Nutzung der Werkstätten z.B. Ton-, Holz-, Metallwerkstätten.
  • Funktionalere technische Infrastruktur:
    • Von Allen erreichbare PC-Pools und zentraler Server
    • Funktionierende Steckdosen in der neuen Caféteria (PA) und Mensa (FES)
    • Ersetzung oder Abschaffung des derzeitigen proprietären VPN-Server
    • Einführung eines Authentifizierungs- und Autorisierungssystems, z.B. Shibboleth
    • Schaffung sicherer Zugänge aller DV-Dienste, insbesondere von außen
    • Förderung der Weiterbildung und Verpflichtung zu selbiger des technischen Personals (DV-Abteilung und dezentrale Beauftragte)
    • Verbesserung der technischen Ausstattung und ein breiteres Spektrum an Software, insbesondere free and open source software (FOSS)

Qualitative Weiterentwicklung des derzeitigen Bachelor/Master-Angebotes

  • Der Zugang zu Bachelor- und Masterstudiengängen darf auch zukünftig nicht beschränkt werden. Weder Noten-, noch Regelstudienzeitbeschränkungen entsprechen dem Recht auf Bildung gemäß Art. 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948.
  • Alle Studien- und Prüfungsordnungen sollen auf die Möglichkeit eines Teilzeitstudiums ausgerichtet werden, um auch für familiär, sozial oder finanziell gebundene Studierende ein Studium zu ermöglichen.
  • In Anlehnung an den studentischen Antrag in der 114. Senatssitzung fordern wir die Abschaffung von Anwesenheitslisten in Lehrveranstaltungen, in denen die Anwesenheit nicht das einzige Kriterium des Leistungserfassungsprozesses ist.

Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen

  • Ausbau, Finanzierung und curriculare Festschreibung der Tutorien
  • Schaffung freier Arbeitsmöglichkeiten mit Stromanschlüssen für Studierende
  • Wir fordern umgehend eine gültige Evaluationssatzung, die vergleichbare, anonyme, allgemeine und fachbereichsinterne Evaluation mit transparenter und konsequenter Umsetzung der Evaluationsergebnisse und transparente Lehrberichte verbindlich festlegt.
  • Instandhaltung des Standortes Friedrich-Ebert-Straße (FES).
  • Verstärkte Förderung und Ermöglichung von Weiterbildungen des lehrenden Hochschulpersonals zur qualitativen Verbesserung der Lehre, z.B. Rhetorik- und Didaktikseminare

Demokratische Selbstverwaltung der Hochschule

  • Studentische Gremien sollen besser über interne Vorgänge und Entscheidungen der Fachhochschule informiert und verstärkt in Entwicklungsprozesse einbezogen werden. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der ordentlichen Einladung (d.h. öffentlich, rechtzeitig und an alle Mitglieder der Hochschule), sowie die Gewährleistung von Akteneinsicht in Protokolle und Unterlagen.
  • Um die Hochschule gemeinschaftlich und nachhaltig zu gestalten, bedarf es eines gemeinsamen und funktionalen Informations- und Dokumentationssystems sowie eines Hochschularchives.
  • Wir fordern Viertelparität in allen Gremien.
  • Eine studentische Vertretung soll zu den Sitzungen des Präsidialkollegiums eingeladen werden.
  • Wir fordern außerdem einen studentischen Prorektor/eine studentische Prorektorin nach §23 Abs. 2 der Wahlordnung der Fachhochschule Potsdam.
  • Verfasste studentische Gremien (Sturen und AStA) sollen je ein ordentliches Büro, d.h. gut zugänglich, genügend Platz, Rechner mit Internet, Telefon, Möbel, Heizung, Strom, Licht, Fenster etc., erhalten. In Bauvorhaben und Raumverteilungen muss dies Berücksichtigung finden.
  • Schaffung einer Option zur Anerkennung von studentischer Gremienarbeit, beispielsweise durch die Ermöglichung eines urlaubssemesterähnlichen Semesters, in dem Prüfungsleistungen erbracht werden dürfen.

Die Studierendenschaft und das Bildungskomitee der FHP
i.A. AG „Forderungen“ der FHP
Potsdam, den 29. November 2009

Open Access & Open Science

25. November 2009

Im besetzten Hörsaal 1 der Fachhochschule Potsdam finden täglich alternative Lehrveranstaltungen statt. Am Donnerstag, den 26.11.09, 10:00-11:30, wird eine besonders für Informationswissenschaftler interessante öffene Vorlesung von Prof. Dr. Büttner von der FH-Potsdam. „Open Access & Open Science“ ist das Thema, welches aktuell in der Community heiß diskutiert wird.

FHP besetzt

FHP besetzt

Lasst uns diesen Freiraum nutzen und aktuelle Herausvorderungen mit Experten und interessierten StudentInnen offen zu diskutieren.

Eine Umfrage soll Klarheit schaffen

Hunderte von E-Mails gehen ab jetzt und in den kommenden Tagen an Alumni, Studierende, Lehrende und Mitarbeitende des Fachbereichs 5 „Informationswissenschaften“ der Fachhochschule Potsdam.

„Wir wollen etwas für die Zusammenarbeit zwischen Ehemaligen, Lehrenden und Studierenden am FB5 tun. Deswegen haben wir eine Umfrage entwickelt, um den Bedarf an Online-Communities und anderen Formen der Partizipation, Kommunikation und Aktivität am Fachbereich zu analysieren,“

so die InitiatorInnen der Umfrage, von denen einige auch aktiv dieses Blog mitgestalten. Im Verlauf der kommenden Wochen sollen die Ergebnisse der Umfrage auf der Alumni Website des Fachbereichs veröffentlicht werden.  Mehr dazu in Kürze …

Forderungen der BesetzerInnen

19. November 2009

Auf dem blog der BesetzerInnen des Hörsaals I der Fachhochschule Potsdam ist eine Pressemitteilung, welche im Plenum gemeinschaftlich erarbeitet wurde, mit Forderungen der Studierenden online gestellt.

  • Umstrukturierung von Bachelor/Master in der derzeitigen Form,
  • Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen,
  • Unabhängigkeit des Bildungssystems von privater Wirtschaft,
  • soziale Öffnung der Schulen und Hochschulen,
  • mehr Bildung statt Ausbildung.

Auch das Programm für heute ist auf dem blog zu finden.

10.00 – Alternativvorlesung im besetzten Hörsaal 1

12.00 – Infoveranstaltung zur Besetzung im Hörsaal 1

14.00 – Infoveranstaltung zur Gremienwahl im Hörsaal 1

17.30 – Gesprächsrunde zum Thema “Zukunft von Bildung in Brandenburg” im Casino (am Campus Pappelallee)

19.00 – Plenum im Hörsaal 1

Alle Studierenden sind eingeladen mitzumachen und sich aktiv für positive Veränderungen einzusetzen.

Eine offene Geschprächsrunde zwischen Studierenden, Beteiligten des Bildungssystems und Vertretern der Landespolitik findet am Donnerstag, den 19.11.2009, um 17:30 im Casino auf dem Campus Pappelallee der FH-Potsdam statt.

Beteiligt euch und diskutiert mit.

FHPbrennt

18. November 2009

Ausgeschmückt mit allerlei Transparenten, einer vollgeschriebenen Tafel, auf welcher die ganze Aktion strukturiert wurde, und einem großen Zettel mit der Aufgabenverteilung an der Wand  sieht der Hörsaal 1 der Fachhochschule Potsdam am Standort Friedrich-Ebert-Straße schon sehr revolutionär aus. Auf der geweißten Wand sind noch die Reste einer Parole zu erkennen, die mit Kreide dort rangeschrieben wurde und nach dem  freundlichen Hinweiße eines Professors, bezüglich möglicher Sachbeschädigung, zu entfernen versucht wurde. Vor der Tafel stapeln sich Matratzen, auf denen es sich die BesetzerInnen bei cooler Musik und lauwarmen Bier gemütlich gemacht haben. Ein vollgefüllter Tisch mit Verpflegung für die nächsten Tage steht bereit, die BesetzerInnen stellen sich auf eine lange besetzung ein. Auf einem anderen Tisch ist eine Soli-Kasse zu finden, sone Besetzung kostet auch ein bischen was, zusammen mit vielfältigem Infomaterial rund ums Thema Bildungsstreik und Besetzung von Hochschulen.

Vor dem Hörsaal im Foyer wird gerade ein super großes Transparent entworfen, welches schon bald die baufällige Fassade der FHP verschönern wird. Als kleinen Nebeneffekt  wird so auch jede PotsdamerIn auf die Besetzung der Fachhoschule Potsdam auf angemessene Weise informiert. Für alle die nicht so bald ins schöne Potsdam reisen findet sich im Internet ein vielfältiges Angebot an Informationen. So wird fleißig gebloggt auf BILDUNG STA(D)T SCHLOSS, auf Facebook ist eine Seite eingerichtet FHPbrennt, Fotos kann sich jeder auf dem flickr account von FHPbrennt ansehen und schließlich kann jeder gerne mittwittern, die hashtags lauten: #fhpbrennt #potsdambesetzt #potsdambrennt #unibrennt #FHP. Updates sind bei tagalus und twitterwallr.

Das Programm für Mittwoch, den 18. 11. 2009 steht auch schon. Früh um 8 Uhr gehts los mit alternativen Lehrveranstaltungen bis 11:30.
Nach dem Mittag um 13:00 ist eine Vorlesung mit Diskission unter dem Titel „Das politische Mandat in der sozialen Arbeit“ geplant. Für dieses Thema wurde ein Gastreferent gewonnen. Um 19:00 wird ein Plenum im besetzten Hörsaal 1 stattfinden, wozu wir die Studierenden der FHP alle aufrufen zu kommen und mit gemeinsam die nächsten Schritte unseres kleienn Aufstandes zu planen. Dies ist die Gelegenheit Solidarität mit euren Kommolitonen im besetzten Hörsaal zu zeigen und eure Ideen und Vorstellungen einzubringen, denn die FHP ist Euer Raum den Ihr gestalten könnt. Gemeinsam können wir die FHP verändern.

Zur Einstummung auf die zweite Nacht im besetzten Hörsaal wird ein Film gezeigt.

So, aber nun gute Nacht aus dem besetzten Hörsaal 1 der FHP. Meine erste Übernachtung im Hörsaal, hab ich mir schon immer gewünscht, eine Nacht in der FH mit leuten die voller Tatendrang sind und was bewegen wollen, ungesundem Essen und hervoragendem WLAN empfang.

Diese Mail befand sich heute im Postfach der FH-Studierenden in Potsdam. Mit vielen Grüßen von unserem Hochschulbibliotheksteam. Und da wundert sich noch eine/r das Bibliotheken so schlecht besucht werden!

Liebe Bibliotheksbenutzerinnen und -benutzer,

bitte beachten Sie bei Ihrem nächsten Bibliotheksbesuch folgende Benutzungsregelungen:

  • Garderobe und Taschen – Taschen (einschließlich Notebook-Taschen), Jacken, Mäntel und ähnliche Kleidungsstücke, Schirme und andere größere Gegenstände dürfen nicht in die Bibliotheksräume mitgenommen werden. Sie sind vor dem Betreten der Bibliothek in die vorhandenen Schließfächer (links vor dem Bibliothekseingang) einzuschließen.
  • Die Schließfächer sind mit einem selbst mitzubringenden mittelgroßenVorhängeschloss zu verschließen.
  • Nur in Ausnahmefällen können Schlässer in der Biliothek ausgeliehen werden (es ist nur eine sehr begrenzte Anzahl vorhanden).
  • Die Schließfächer sind nach dem Verlassen der Bibliothek wieder zu räumen, da sie nach Beendigung der Öffnungszeiten durch das Bibliothekspersonal geöffnet werden.
  • Die Hochschulbibliothek übernimmt keine Haftung für den Inhalt der Fächer.
  • Im Foyer der Bibliothek erhalten Sie Körbe, die Sie für den Transport von Notebook und Arbeitsmaterialien innerhalb der Bibliotheksräume nutzen können.

Essen und Trinke

  • Essen und Trinken ist in der Bibliothek nicht gestattet. In unmittelbarer Nähe der Bibliothek stehen Ihnen die Mensa und die Cafeteria zur Verfügung.

Handys

  • Bitte nehmen Sie Rücksicht auf weitere Bibliotheksbenutzer und schalten Ihre Handys in der Bibliothek aus.

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bibliotheksteam


Unannehmlichkeiten und Verbote. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Bibliotheksbesuch.

and the winners are …

Marcel Ruhl zum Thema „Die Archivierung von Videoaufzeichnungen am Beispiel des „Wendler-Projektes

Volker Gross zum Thema „Aspekte geistigen Eigentums in der Wissensgesellschaft

Julia Glöde zum Thema „Archivierung relationaler Datenbanken auf der Grundlage von XML – Konzeption eines OAIS-konformen Archivierungsmodells und Entwicklung eines neuen Ansatzes zur Archivierung von Datenbankabfragen

mehr Informationen …

Herzlichen Glückwunsch!

Was nicht alles auffällt, wenn man mit offenen Augen durchs Netz surft. Die Datenbank INFODATA, die

„seit 2003 fachrelevante elektronische Dokumente (Publikationen von Professoren und Mitarbeitern, Hochschulschriften wie Diplomarbeiten, Dissertationen, Abschlussarbeiten, Tagungsbeiträge, Festschriften, Schriftenreihen sowie Zeitschriftenartikel) enthält“ [B2I],

arbeitet bei Bereitstellung von html Dokumenten mit diesem Icon: , dem Netscape Navigator Icon aus dem Jahre 1997-1998 (Vers. 4.03). Aber wie ist das möglich, da INFODATA erst fünf Jahre nach dem Tod von NN 4.0 (1998) an den Start ging? Nichts gegen das schicke Steuerrad des Navigators, aber es gibt auch andere, vielleicht neuere oder schönerer Browsersymbole wie z.B. diese:

das dritte „BRaIn“

17. Juni 2009

Die neue Ausgabe ist in Arbeit!

am 17.06. ist es so weit!

so prangt es mit großen Lettern auf der Homepage der „Potsdamer Beiträge und Reportagen aus den Informationswissenschaften„.

Pünktlich zum Tag der offenen Tür der FH-Potsdam und leider genau in der Bildungsstreikwoche erblickt nun schon die dritte Ausgabe dieses open access journals, welches von StudentInnen des Fachbereichs Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam erfolgreich aufgebaut und mit viel Elan weitergeführt wird, das Tageslicht.

Besonders freu’ ich mich schon auf den Blogwatch, aber auch der Artikel von Prof. Dr. phil. Felix Sasaki „Von den „Leiden des jungen Werther“ bis zu Metadaten für Multimedia: Aspekte der Verknüpfung heterogener Ressourcen“ hört sich ganz spannend an. Natürlich nicht zu vergessen: der Bericht über das diesjährige IFLA-Presidential Meeting in Berlin und die Impressionen zum 98. Bibliothekstag (die habt Ihr aber sicher  schon hier bei uns gelesen, oder?).

Also viel Vergnügen beim lesen!
Und weiter so mit der tollen Arbeit liebes BRaIn Team!