Diese Mail befand sich heute im Postfach der FH-Studierenden in Potsdam. Mit vielen Grüßen von unserem Hochschulbibliotheksteam. Und da wundert sich noch eine/r das Bibliotheken so schlecht besucht werden!

Liebe Bibliotheksbenutzerinnen und -benutzer,

bitte beachten Sie bei Ihrem nächsten Bibliotheksbesuch folgende Benutzungsregelungen:

  • Garderobe und Taschen – Taschen (einschließlich Notebook-Taschen), Jacken, Mäntel und ähnliche Kleidungsstücke, Schirme und andere größere Gegenstände dürfen nicht in die Bibliotheksräume mitgenommen werden. Sie sind vor dem Betreten der Bibliothek in die vorhandenen Schließfächer (links vor dem Bibliothekseingang) einzuschließen.
  • Die Schließfächer sind mit einem selbst mitzubringenden mittelgroßenVorhängeschloss zu verschließen.
  • Nur in Ausnahmefällen können Schlässer in der Biliothek ausgeliehen werden (es ist nur eine sehr begrenzte Anzahl vorhanden).
  • Die Schließfächer sind nach dem Verlassen der Bibliothek wieder zu räumen, da sie nach Beendigung der Öffnungszeiten durch das Bibliothekspersonal geöffnet werden.
  • Die Hochschulbibliothek übernimmt keine Haftung für den Inhalt der Fächer.
  • Im Foyer der Bibliothek erhalten Sie Körbe, die Sie für den Transport von Notebook und Arbeitsmaterialien innerhalb der Bibliotheksräume nutzen können.

Essen und Trinke

  • Essen und Trinken ist in der Bibliothek nicht gestattet. In unmittelbarer Nähe der Bibliothek stehen Ihnen die Mensa und die Cafeteria zur Verfügung.

Handys

  • Bitte nehmen Sie Rücksicht auf weitere Bibliotheksbenutzer und schalten Ihre Handys in der Bibliothek aus.

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bibliotheksteam


Unannehmlichkeiten und Verbote. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Bibliotheksbesuch.

and the winners are …

Marcel Ruhl zum Thema „Die Archivierung von Videoaufzeichnungen am Beispiel des „Wendler-Projektes

Volker Gross zum Thema „Aspekte geistigen Eigentums in der Wissensgesellschaft

Julia Glöde zum Thema „Archivierung relationaler Datenbanken auf der Grundlage von XML – Konzeption eines OAIS-konformen Archivierungsmodells und Entwicklung eines neuen Ansatzes zur Archivierung von Datenbankabfragen

mehr Informationen …

Herzlichen Glückwunsch!

Was nicht alles auffällt, wenn man mit offenen Augen durchs Netz surft. Die Datenbank INFODATA, die

„seit 2003 fachrelevante elektronische Dokumente (Publikationen von Professoren und Mitarbeitern, Hochschulschriften wie Diplomarbeiten, Dissertationen, Abschlussarbeiten, Tagungsbeiträge, Festschriften, Schriftenreihen sowie Zeitschriftenartikel) enthält“ [B2I],

arbeitet bei Bereitstellung von html Dokumenten mit diesem Icon: , dem Netscape Navigator Icon aus dem Jahre 1997-1998 (Vers. 4.03). Aber wie ist das möglich, da INFODATA erst fünf Jahre nach dem Tod von NN 4.0 (1998) an den Start ging? Nichts gegen das schicke Steuerrad des Navigators, aber es gibt auch andere, vielleicht neuere oder schönerer Browsersymbole wie z.B. diese:

das dritte „BRaIn“

17. Juni 2009

Die neue Ausgabe ist in Arbeit!

am 17.06. ist es so weit!

so prangt es mit großen Lettern auf der Homepage der „Potsdamer Beiträge und Reportagen aus den Informationswissenschaften„.

Pünktlich zum Tag der offenen Tür der FH-Potsdam und leider genau in der Bildungsstreikwoche erblickt nun schon die dritte Ausgabe dieses open access journals, welches von StudentInnen des Fachbereichs Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam erfolgreich aufgebaut und mit viel Elan weitergeführt wird, das Tageslicht.

Besonders freu’ ich mich schon auf den Blogwatch, aber auch der Artikel von Prof. Dr. phil. Felix Sasaki „Von den „Leiden des jungen Werther“ bis zu Metadaten für Multimedia: Aspekte der Verknüpfung heterogener Ressourcen“ hört sich ganz spannend an. Natürlich nicht zu vergessen: der Bericht über das diesjährige IFLA-Presidential Meeting in Berlin und die Impressionen zum 98. Bibliothekstag (die habt Ihr aber sicher  schon hier bei uns gelesen, oder?).

Also viel Vergnügen beim lesen!
Und weiter so mit der tollen Arbeit liebes BRaIn Team!

von Anastasia Schadt, Ingo Caesar und Dierk Eichel

Der 98. Bibliothekstag fand in Erfurt, der schönen Landeshauptstadt Thüringens statt und auch in diesem Jahr gab es ein umfangreiches Programm und viel zu entdecken. Man konnte zwischen zahlreichen Vorträgen, Workshops, Firmenvorträen etc. aus einem bunten Programm wählen und sich die neusten Entwicklungen aus der Bibliothekswelt auf der Firmenaustellung anschauen.

„Die Bibliotheken gehen spielen“ – Wir spielten mit!

Wer mit offenen Augen das Messegelände erkundete, konnte viel Spannendes entdecken. Die KIBA-Lounge bot leckere Kirschen und Berichte von Studierenden und Alumni verschiedener Hochschulen. Es gab den Newcomertreff mit Postern rund um das Thema „Ein Blick über den Tellerrand!“, nette Gespräche bei Monsenstein und Vannerdat, Kaffee und bequeme Möbel bei Schulz Speyer, diverse Selbstverbuchungsautomaten zum Ausprobieren und vieles mehr. Und natürlich traf man irgendwann auch auf die Zukunftswerkstatt. Mit X-Box und Wii-Station zog sie die Vorbeiziehenden in ihren Bann. Hatte man erst einmal das Parallelprogramm von Jin Tan, Julia Bergmann und Christoph Deeg, den InitatorInnen der Zukunftswerkstatt, in der Hand, war klar, das ist spannend, hier möchte man ein Weilchen länger bleiben. Das eigentliche Programm geriet schon bald in Vergessenheit.


Besucheransturm auf die Zukunftswerkstatt

Besucheransturm die Zweite

Gleich am ersten Tag lud die Zukunftswerkstatt nicht nur zu Vorträgen am Stand, sondern auch zur Podiumsdiskussion im großen Panoramasaal ein. Mit interessanten Gästen wie Claudia Lux (Direktorin Zentral- und Landesbibliothek Berlin), Gabriele Beger (Direktorin Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg),  Malte Behrmann (Geschäftsführer des Bundesverbandes der Entwicker von Computergames) und Willi Schroll (Technologieanalyst, freier Strategieberater und Zukunftsforscher) wurde die Bedeutung von Games, dem Web 2.0 und modernen Techniken in Bibliotheken erörtert. Pro und Contra von Games wurden aufgezeigt und Fragen wie „Sind Games in Bibliotheken ein Trend oder nicht?“, „Handelt es sich dabei um ein vollwertiges Kulturgut?“ oder „Kann man gemeinsam daran arbeiten, dass Bibliotheken die Möglichkeit bekommen, Games langfristig zu archivieren ohne Urheberrechte zu verletzen?“ diskutiert. Man wurde sich nicht in allen Punkten einig, allerdings war man einhellig der Meinung, dass Bibliotheken sich mehr trauen und ausprobieren müssen, um Trends rechtzeitig erkennen zu können und um für NutzerInnen attraktiv zu bleiben.

Podiumsdiskussion Zukunftswerkstatt

Tags darauf wurde ein Dauerprogramm interessanter Vorträge, direkt am Stand der Zukunftswerkstatt geboten. Sebastian Wilke machte den Anfang und berichtete von seiner Zeit in den Staaten und seinen Praktika in der New York Public Library und der Library of Congress. Dabei brachte er uns die amerikanische Arbeitsweise in Bibliotheken ein wenig näher. Es folgte Spannendes zum Web 2.0 von Fabienne Kneifel, Anne Christensen, Lambert Heller und Patrick Danowski u.a. Sie alle erklärten uns, warum sie das Web 2.0 nutzen und warum Bibliotheken es Ihnen nachtun sollten. Christoph Deeg bot einen augenöffnenden Vortrag zu Marketing in Bibliotheken und Prof. Dr. Hans Christoph Hobohm beschrieb ein Projekt seiner Studierenden zum Thema Trends und Trendforschung. Dabei erklärte er uns auch, dass Web 2.0 schon gar kein Trend mehr sei und man zur Zeit eher auf Themen wie Ökologie und Green-IT setzten könne. Abschließend sprach Jin Tan darüber, wie Handyromane zur Zeit in Japan boomen. Dabei handelt es sich um Texte in kurzen und einfachen Sätzen, die ihre Verbreitung über das Mobiltelefon finden und erst später eventuell in Printform erscheinen.

Fabienne Kneifele

Fabienne Kneifele

Sebastian Wilke

Sebastian Wilke

Diese und zahlreiche Beiträge mehr kann und sollte man sich nachträglich über Youtube anschauen. Außerdem stehen die Folien der Vorträge in Slideshare und die am Stand gemachten Fotos in Flickr. Dieser Service bietet eine wunderbare Möglichkeit, Verpasstes nachzuholen oder Beiträge, die einem besonders gefallen haben, noch einmal anzuschauen. Außerdem wird durch diese Diensten natürlich denjenigen, die nicht in Erfurt sein konnten, eine tolle Gelegenheit geboten, sich das Programm zu Gemüte zu führen. Bei dem umfangreichen Angebot wäre dies eine wünschenswerte Dienstleistung für den gesamten Bibliothekstag und natürlich auch für andere Konferenzen und Tagungen.

Vor, nach und während der Beiträge wurde diskutiert, was das Zeug hielt. Leute kamen vorbei und blieben, aufmerksam geworden durch die Parallelveranstaltungen, Spielekonsolen und zappelnden Wii-Spieler, neugierig stehen. Viele wollten wissen, was es mit diesem Stand auf sich hatte, ließen sich die Ebook-Reader erklären, diskutierten über Web 2.0, Games und die neusten Entwicklungen in der Bibliothekswelt. Viele kamen wieder, teils um Gespräche erneut aufzugreifen, teils zum Twittern oder Bloggen, oder einfach zum Entspannen und Spielen.  Spaß hatten auf jeden Fall alle, die die Zukunftswerkstatt besuchten und, um einige Erkenntnisse reicher, zogen die meisten weiter.

Vergleich der EBook-Reader

Vergleich der aktuellen EBook-Reader

KIBA-Lounge

Die Lounge der „Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge“ wurde dieses Mal von StudentInnnen der FH Potsdam betrieben. Acht KommilitonInnen aus dem 4. und 6. Semester (der Bachelorstudiengang nennt sich „library management“, der Diplomstudiengang  „Bibliothek“) organisierten schon Wochen im Vorfeld das Programm, druckten Flyer und Poster, machten die KIBA-Lounge publik. Sie waren es auch, die den Stand auf dem Bibliothekstag auf- und wieder abbauten. Diese sogenannten Lounger betreuten während der drei Tage liebevoll die Gäste  und dekorierten, mit viel Gefühl für die Kleinigkeiten, die Lounge mit Blümchen, Kirschen (nächstes mal gibt’s vielleicht auch Bananen) und Süßigkeiten.
Zum zweiten mal auf dem Bibliothekstag, bot sich die KIBA-Lounge all denjenigen als Gastgeberin an, die sich keine eigene Präsenz leisten wollten oder konnten. Ob als Party-Meile für die Alumni Treffen von Köln, Hamburg oder Hannover mit Sekt, Keksen und Luftballons oder als informativer Beratungsort für Leipzig, Genf und Potsdam, es war eine lockere Atmosphäre mit vielen Menschen in angeregter Unterhaltung. Und auch die LIS-Corner war zu Gast, als Netzwerk vieler StudentInnen aus dem deutschsprachigen Library und Information science (LIS) Bereich bot sich die ideale Gelegenheit, sich auch mal persönlich zu treffen und natürlich auch, um Pläne für die zukünftige Entwicklung der LIS-Corner  zu schmieden.
Die  AutorInnen möchten an dieser Stelle allen LoungerInnen für die aufopferungsvolle Arbeit danken und Ihnen ein dickes Lob aussprechen. Vielen, vielen Dank!

Teil der Orga-Gruppe

Teil der Orga-Gruppe

Frau Georgi, Chefin der KIBA

Frau Georgi, Chefin der KIBA

Präsentationsvorbereitung der Genfer

Präsentationsvorbereitung der Genfer

Vortrag der Genfer

Vortrag der Genfer

Vortrag der Genfer

Vortrag der Genfer

Was sonst noch so ging

Weitere interessante Beiträge waren der Vortrag von Curtis Rogers: „Social Media, Libraries, and Web 2.0: How American Libraries are Using New Tools for Public Relations and to Attract New Users„, der eindringlich zeigte, dass ein toller Webauftritt mit minimalen Mitteln zu erreichen ist, dass es aufregend sein kann, Web 2.0 Anwendungen in der eigenen Bibliothek auszuprobieren, aber auch, dass diese Anwendungen so funktionieren wie Haustiere: Man muss sie pflegen, sich um sie kümmern, ihnen Nahrung und Zuneigung geben, damit sie wachsen und gedeihen können.
Für alle One Person Libraries (OPLs) und -librarians interessant, war sicherlich der alljährlich stattfindende OPL-Workshop, der diesmal von Dr. Jürgen Plieninger eingeleitet wurde, der aus seinem Bibliotheksalltag berichtete. Er präsentierte einen kurzen, auch historischen Abriss des OPL-Managements, wies auf die Unterstützung hin, die die OPL-Kommision des BIB (Berufsverband Information Bibliothek) allen OPLs gibt, wenn sie dieser bedürfen. Herr Plieninger wies auf alle wesentlichen Bestandteile einer qualifizierten OPL-Arbeit hin: Leitbild, Mission Statement, Beachtung der OPL-Checklisten, das Profil der Bibliothek scharfhalten, Umfragen und Statistiken nicht vernachlässigen uvm. Man muss verdeutlichen, dass die Nutzer die Bibliothek wertschätzen, Führsprecher gewinnen, Rahmenbedingungen erkennen und ausweiten. Neue Dienste sollten ohne viel Tamtam eingeführt und getestet werden. Wichtig in kleinen Bibliotheken ist besonders die Erfolgsdarstellung (Jahresbericht, Newsletter, Statistiken). Herr Plieninger betonte, dass die Geschichte der OPLs auch immer eine Geschite des Downsizings und der Bibliotheksschließung war und ist. Man könne letzendlich eine Schließung nicht verhindern, aber man kann darauf hinarbeiten, dass man in solchen Momenten viele Fürsprecher hat, dass man wichtige Dienstleitungen aufzeigen kann und dass man wichtige Multiplikatorinnenarbeit nach innen und nach oben leistet. Am Ende wurde das Bild vom Generalisten Robinson um das Bild vom lachenden Sisyphos ergänzt: Der Stein, den er immer wieder den Berg hochrollt, kann durch gute Arbeit etwas runder werden, so dass es leichter fällt, ihn zu bewegen – die Arbeit wird dann hoffentlich leichter und zugleich besser.

Eine weitere interessante Veranstaltung war das völlig überfüllte Panel zu dem Thema „Hinter den Kulissen einer Suchmaschine – optimierte Recherche durch Integration, Innovation und Kooperation“. Hier wurden u.a. diverse Konzepte, zur Suche in verschiedenen Repositorien in Vascoda oder Sowiport aufgezeigt. Es ging um verschiedene Protokolle, um das Mapping von Thesauri und Schlagwortlisten, um Metadataharvesting und um IT-Infrastrukturen. So wurde etwa der von der GESIS entwickelte Heterogenitätschecker vorgestellt. Dieses Tool hat  bei einer Sowiport Suche die Aufgabe, dass man über einen bestimmten Suchbegriff etliche andere sinnverwandte Begriffe mitsuchen kann. Technisch umgesetzt wurde dieses durch sogenannte Krosskonkordanzen: Etwa vierzehn Thesauri wurde so miteinander verbunden (gemappt), das die sinnverwandten Wörter der verschiedenen Thesauri in Übereinstimmung gebracht werden können. Sucht man etwa nach dem Term „Politik“, kann man eine Option einschalten, die den „Heterogenitätschecker“ aktiviert: So wird automatisch auch nach den Begriffen „Policy“ und „Politics“ gesucht.

Weiteres Highlight, diesmal aus dem Bereich der Öffentlichen Bibliotheken, war der Bericht der Stelle Mediennkonvergenz Monitoring zum Thema: Der Spieler – Veränderungen in der Medienwelt Heranwachsender, vorgestellt durch Prof. Dr. Hartmut Warkus. Kernaussage war hier, dass TV und Radio für Jungendliche zunehmend langweilig werden. Das gilt  besonders im Musikbereich: PC, MP3-Player und Handy sind total in. Auch die Anwendung von Social-Networks für die Gruppe der Jugendlichen wurde betont: Schüler-VZ läuft bei allen PC-Tätigkeiten permanent im Hintergrund, so Warkus.

Prof. Dr. Hobohm, Dekan am Fachbereich Informationswissenschaften der FH Potsdam, stellte uns einen neuen Typus von BibliothakarIn vor, den „Data Librarian“ (Wir verwenden diesen Begriff geschlechtsneutral). Anstatt mit Büchern hantiert dieser mit Daten. Diese sogenannten Rohdaten sind das Produkt meist jahrelanger Forschung von WissenschaftlerInnen aus allen möglichen Bereichen. SozialforscherInnen erheben Umfragen, GeologInnenen sammeln Gesteinsproben und PhysikerInnen notieren Messwerte. Sie erzeugen neues Wissen und publizieren es in Fachzeitschriften. Die Daten allerdings, die die Grundlage dieses Wissenserwerbs bilden, werden meist vergessen. Mit der zunehmenden digitalen Erfassung der Rohdaten wird auch der weltweite Zugriff über das Internet möglich. Da oft Unmengen an solchen Daten erzeugt werden, sehen sich die potenziellen NutzerInnen einer wahren Datenflut gegenüber. Genau hier kommt der/die BibliothekarIn ins Spiel mit ihren altbewährten Tugenden vom Sammeln, Zugänglichmachen und Erhalten, nämlich als Schnittstelle zwischen den WissenschaftlerInnen, welche die Daten erzeugen und denjenigen die diese Daten etwa für  ganz andere Bereiche nutzen möchten. Der Data Librarian sammelt die digitalen Daten in geeigneter Weise, macht sie über eindeutige Identifikatoren über das Internet bequem zugänglich und kümmert sich auch um deren Langzeitarchivierung. So ist uns InforamtionswissenschaftlerInnen das Aufgabenspektrum des Data Librarien durchaus vertraut. Er benötigt aber auch eine spezielle Anpassung an das „neue Medium“ DATA. Und mit der Ausbreitung des Konzepts des „open data“ kann er zugleich einem Lieblingsthema der BibliothkarInnen nachgehen: OPEN ACCESS.

Prof. Dr. Hobohm

Prof. Dr. Hobohm über Data Librarians

Abgerundet …

… wurde der Besuch des Bibliothekstag durch insgesamt trockenes Wetter mit einem schönen und heiter-fidelen Alumni Treffen der Potsdamer InformationswissenschaftlerInnen im Goldenen Schwan am Mittwoch Abend. Wie immer diente die Veranstaltung vor allem dem regen Austausch und dem Knüpfen neuer Kontakte. Unseres Erachtens lassen sich als Fazit drei Besonderheiten herausstellen:

  • Öffentlichkeitsarbeit und Bibliotheksmarketing wurden verstärkt als die Kernaufgabe von Bibliotheken wahrgenommen.
  • Der sinnvolle Umgang mit Web 2.0 Anwendungen in Bibliotheken hat sich zum Mainstream entwickelt.
  • Die Welt wird zukünftig verstärkt über Games erfahrbar werden. Dabei bleiben die Bibliotheken am Ball.

Allerdings war es etwas traurig, dass bei der Preisverleihung zum studentischen Ideenwettbewerb der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI) „Lebendige Lernorte“, die innovative Gruppe der „Grünen Bibliothek“ nicht prämiert wurde. Das Vorurteil vom verstaubten Altherrentreffen fanden wir nicht bestätigt. Uns begegneten durchaus viele junge und fortschrittliche BibliothekarInnen und es war schön zu sehen, wie die klischeebehaftete Bibliothekswelt ihre Fühler auszustrecken und offen für Neues war. Denn auch im eigentlichen Programm konnte man interessante, zukunftsorientierte Themen wie z.B. Web 2.0 in öffentlichen Bibliotheken, Bibliotheksdienste für soziale Netzwerke oder Open Data und Open Access finden. Wir wünschen uns mehr Stände wie die Zukunftswerkstatt für den Bibliothekskongress in Leipzig 2010 und hoffen dort wieder auf innovative, spannende und fortschrittliche Beiträge.

Alumni der FH-Potsdam im Goldenen Schwan

Alumni der FH-Potsdam im Goldenen Schwan

Videostatements

Über die AutorInnen

Anastasia Schadt studiert im 6. Semester am Fachbereich Informationswissenschaften der FH-Potsdam. Sie ist Mitorganisatorin der diesjährigen KIBA-Loungeund Mitinitiatorin der  LIS-Corner.

Ingo Caesar studiert im 6. Semester am Fachbereich Informationswissenschaften der FH-Potsdam, ist Mitarbeiter an der Bibliothek des Deutschen Instituts für Menschenrechte und unterstützte die Arbeit der Zukunftswerkstatt auf dem Bibliothekstag.

Dierk Eichel studiert im 6. Semester am Fachbereich Informationswissenschaften der FH-Potsdam. Er ist Mitorganisator der diesjährigen KIBA-Lounge und Mitinitiator der LIS-Corner.

Alle drei AutorInnen sind aktive BloggerInnen und InitiatorInnen des blogs „BibliothekarInnen sind uncool„, den Ihr gerade vefolgt.

Dieser Artikel erscheint mit kleinen Abweichungen am 17. 06. 2009 in der neuen Ausgabe der BRaIn: Potsdamer Beiträge und Reportagen aus der Informationswissenschaft

…mit dem Informationskompetenz-Training der first class teaching librarian Frau Violet


Studierende der Informationswissenschaft macht Euch fit. Nutzt diese besondere Chance, um Eure Informationskompetenz im Fachgebiet zu optimieren.
Link zum Anmeldeformular der Bibliothek, Anmeldeformular bei Facebook Groups und Facebook Pages. In Twitter laufen aktuelle Informationen zu dem Event unter dem Hashtag „#fhp-bib“. Informationen sind auch über delicious abrufbar.

Die neue Hochschulbibliothek

Die neue Hochschulbibliothek

Wo: Bibliothek der Fachhochschule Potsdam
Wann: 28.05.2009
First Class-Teaching-librarian: Frau Katharina Violet (Dipl Bibl.)
 

Zielgruppe:
Studierende im Hauptstudium, vor dem Schreiben der Abschlussarbeit, MitarbeiterInnen der Studiengänge des FB Informationswissenschaft 

Vorkenntnisse:
Grundkenntnisse in der Bibliotheksbenutzung, allgemeiner Recherchemethoden und der Recherche im Bibliothekskatalog oder  Teilnahme am Modul 1

Ziel:

die effektive Nutzung von Recherchemöglichkeiten in fachspezifischen Informationsquellen

Inhalt:

  • Was ist Fachinformation?
  • Wie mache ich eine systematische Literaturrecherche?
  • Vorstellen der Fachinformation Informationswesen auf der Homepage
  • beispielhaftes Suchen in: INFODATA, LISA, LISTA/LLIS
  • Vorstellen digitaler Fachangebote im Internet 
    (Virtuelle Fachbibliotheken / Portale)
  • Tipps zur Literaturbeschaffung

 

Dauer:  90 Minuten 

Teilnehmerzahl: mindestens 5 – max. 20 Personen

Ort: Hochschulbibliothek im Hauptgebäude, Treffpunkt: Ausleihe

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum letzten Werktag vor der jeweiligen Veranstaltung an!

 

Mit Infokompentez relaxed in die Abschlussphase. Dann klappt’s auch ganz sicher mit der Diplom-/Bachelor-/Master oder -Magisterarbeit. Wir freuen uns auf Euer Interesse. Aber Achtung, es sind nur noch 17 Plätze frei. Die Veranstaltung hilft auch Lehrenden,sich auf den neuesten Stand zu bringen.

Einweihungsparty

22. April 2009

Die Laune war gut, das Wetter hat hervorragend mitgespielt und Freibier gab es auch. Ein gelungenes Sommerfest!?

Die Grußworte und Reden waren leider, wie ja schon fast erwartet, nicht berauschend. Viel blabla mit Füllworten wie Raum, Ort, Bildung. Ab und zu wurde auch erwähnt, dass das neue Gebäude noch mehr Möglichkeiten für Familienfreundlichkeit und Energieeffizienz biete. Insgesamt aber eher viel Worte um nichts. Jann Jakobs möchte so schnell wie möglich das alte „hässliche“ Gebäude an der Friedrich-Eberst-Straße entfernen lassen (dass hier ein Stück Geschichte gegen ein nettes Schlösschen eingetauscht werden soll, damit Potsdam noch liebreizender und disneyland-ähnlicher wird ist ja egal) und bittet schon mal im Voraus darum, die noch weißen Wände des neuen Gebäudes doch bitte nicht mit Graffiti zu beschmieren. Johannes Vielhaber freut sich schon auf die neue Mensa, die dann bald, wie er meint „das kulinarische Highlight des Potsdamer Nordens“ sein wird. Es drängte sich der Gedanke auf, dass Grußworte vor allem aus Übertreibungen und Standardfloskeln bestehen und noch mehr drängte sich der hereinwehende Würstchenduft, der die komplette Veranstaltung untermalte, auf.

Sehr gefallen hat allerdings die Luftakrobatin, deren Namen ich leider verpasst habe und natürlich die Transparente mit denen einige Studierende zum Bildungsstreik 2009 aufforderten und Frau Johanna Wanka direkt darauf hinwiesen, dass Studiengebühren nicht erwünscht sind! Endlich mal ein bisschen Aktionismus an unserer Hochschule! (ich bitte vorallem an dieser Stelle um die Nachreichung von Bildmaterial:)

Noch während die letzten Worte gesprochen, und die Schlüssel endlich überreicht wurden, bildeten sich lange Schlangen zum kostenlosen Sekt-, Bier- und Würstchenerwerb. Die deutsche Ess- und Trinkkultur hat sich auch hier mal wieder durchgesetzt, VegetarierInnen mussten hungern oder selbst zahlen – nicht gerade sehr fortschrittlich. Na, immerhin konnte ich irgendwann gegen Abend noch einen Käsespieß ergattern.

Ansonsten gab es verschiedene Gebäude- Mensa- und Bibliotheksführungen, Ausstellungen, Vorträge, eine Jazzband im Foyer, Improvisation in der Theaterwerkstatt, „Spiderman“ im neuen großen Hörsaal und ein schönes, buntes Kinderprogramm.

Durch das schöne Wetter, die vielen Leute, das Freibier und das bunte Rahmenprogramm entstand insgesamt dann doch eine sehr angenehme, vorsommerliche Atmosphäre und die Vorfreude darauf, die neuen Räumlichkeiten bald, hoffentlich genauso offen und freizügig wie heute, für Projekte, kulturelles Programm und produktive Zusammenarbeit nutzen zu können.

StudiVZ + FH-Potsdam = ?

Campus Spezialisten für StudiVZ gesucht

Die FH-Potsdam unterstützt eine StudiVZ/SchülerVZ/BMBF etc. – Aktion zur Vermarktug der ostdeutschen Hochschulen (soll heißen Image aufpollieren). Marketing für mehr Bildung oder die Motivation zur Bildung ist ja an sich gut. Nur wundert mich irgendwie die Kombi von „Ministerium (!!!)“ und Studi- respektive SchülerVZ. Ein schneller Blick in google zeigt, dass es da Schwierigkeiten mit Verbrauerschützern gab.  Es heißt zwar „Don’t fight the internet!“ (Eric Schmidt), aber es regen sich doch etliche Widerstände gegen social networks aus datenschutzrechtlichen Gründen. Was mich unabhängig davon wirklich  stört, ist die indirekte Gutheißung dieses „Werbeprojekts“ durch den  Fachbereich Informationswissenschaften, der sich quasi einem Gegenspieler (Stichwort: Sicherung von Informationen)  an den Hals wirft. Aber warum nicht, wenns hilft!

Vielleicht auch zu dogmatisch, das so zu sehen.  Ich spekuliere auch, dass die „StudiVZ plus ostdeutsche Hochschulen Variante“ einfach am einfachsten zu realisieren war, weil die Hochschulen sich nicht so leicht zusammentun könnnen (viel Verwaltung, dezentralisierte Verantwortung etc). Da kommen die  StudischülerVZts  genau richtig – ist dann nicht so viel Arbeit: die Hochschulen werden duch die Studierenden aufpolliert, kostet aber keinen müden Cent. Das ist echtes Marketing in Zeiten knapper Kassen!

Die Bibliothek zieht um und mit ihr wird der Buchbestand den Fachbereichen Informationswissenschaften und Sozialarbeit entzogen

Offen und ohne die Position der Bibliothek einnehmen zu wollen, greifen wir das Thema auf und rufen zu einer erneuten Abstimmung über den Umzug der Fachbereichsbibliotheken auf. Die Meinungen klaffen ja sehr stark auseinander. Im Blog „Bibliotheksumzug“ der FH-Bibliothek (uebrigens ein Musterbeispiel für den sinnvollen Einsatz von Social Software in Bibliotheken) wird eine „ordentliche“ Diskussion vom Zaun gebrochen darüber, ob die Bibliothek der Fachbereiche Sozialarbeit und Informationswissenschaft aus der Friedrich-Ebert Strasse an den neuen Standort Pappelallee (Zentralbibliothek aller FH-Studiengaenge) umziehen sollte (sieht in der Selbstdarstellung nicht schlecht aus ganz gut aus), ob sie am alten Standort bleiben solle oder, ob andere Lösungen machbar sind .

Zurueck auf Start: Nehmen wir an, wir hätten die Wahl!

Vielleicht ist es interessant zu sehen, wie sich das Meinungsbild hier entwickelt. Alle Studierenden des Fachbereichs Informationswissenschaften sind zur Abstimmung eingeladen und wurden via E-Mail zur Teilnahme angeschrieben. Natürlich wäre es toll, wenn auch alle anderen teilnehmen.

defensive and demanding

15. Juli 2008

Oder wie sag Ichs den Studierenden.

Es war schon ein seltener Anblick der sich dem Auge des Studierenden der FH-Potsdam, FB Informationswissenschaften da bot. Fast die gesamte Riege der Pauker versammelte sich in Reih und Glied zum Semesterabschlussrapport.

Angesprochen wurde unter anderem die in meinen Augen völlig unsinnige Anwesenheitspflicht in einigen Lehrveranstaltungen. Verteidigt wurde diese Maßnahme mit Gerechtigkeitsansprüchen und zum Schutz des armen unselbstständigen Studenten (auch der Studentin). Als ob wir mit dieser Schutzhaft vor uns selbst und unser Verantwortungslosigkeit geschützt werden müssten. Vielmehr wurde von uns verlangt das einfach hinzunehmen und den Profs doch Ihre Freiheit der Lehre zuzugestehen. Die Methoden aus dem Kindergarten sind allerdings nicht geeignet, um selbstverantwortliche und mündige Geister zu formen.

Aber es gab auch Lob für den Fachbereich von uns Studierenden. So ist es leicht möglich, eigene interessante Projekte zu starten. Das erfolgreiche BibCamp Anfang Mai diesen Jahres und die noch laufenden Vorbereitung der LIS-Corner auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse sind solche Beispiele. Auch von mir persönlich nochmal vielen Dank für die Unterstüzung.

Alles in allem beitet sich dem kritischen Beobachter jedoch ein zwiespältiges Bild. Die sture und abwehrende Haltung bei angesprochenen Problemen und die Forderung sich als Studierendenschaft den bestehenden Gegebenheiten anzupassen. Andersherum wäre es aber wünschenswerter. Die Full Service Uni mit Konzentration auf die Bedürfnisse der StudentInnen wird wohl noch auf sich warten lassen.

Jedenfalls soll jetzt öfter mal miteinander geredet werden. Auch ein Fortschritt.