Was bleibt im Internet privat?

Das Museum für Kommunikation lädt zusammen mit dem Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck zu einer Podiumsdiskussion rund um das Thema private Daten im Netz ein:

„Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt unweigerlich Spuren. Wo man früher noch sein Tagebuch mit einem Schloss gesichert hat, werden heute intime Gedanken oder Schnappschüsse vom letzten Skiurlaub für jedermann zugänglich als Blog veröffentlicht. [...] Erfordern diese Entwicklungen einen anderen Umgang mit der Privatsphäre, eine geänderte Informationsethik? Oder gibt die Internet-Evolution nicht auch neuen Raum für Austausch und Vielfalt, öffnet neue Horizonte, formt neue Werte?“

Los gehts am 07.07.2009 um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Voranmeldung bis 3. Juli 2009 per E-Mail an digital(at)vf-holtzbrinck.de
Nähere Infos gibts im Programm des MfK oder hier

Ich finde allein schon der Name ist sehr viel versprechend. Und wenn man dann mal auf die Akribie Seite geht und liest worum es sich da eigentlich handelt, wird es Zeit über dieses geniale Forum zu berichten. Ich persönlich bin nur durch Zufall auf Akribie getroffen, dabei gibt es den Arbeitskreis Kritischer BibliothekarInnen schon seit 20 Jahren. Also, höchste Eisenbahn über diese Organisation und ihre wichtige Arbeit zu informieren und hoffentlich noch viele andere darauf aufmerksam zu machen und für Akribie zu begeistern.

Der Arbeitskreis Kritischer BibliothekarInnen setzt sich unter anderem dafür ein, dass BibliothekarInnen bei ihrer Arbeit gesellschaftliche und soziale Probleme und Entwicklungen beachten und zur Grundlage ihres Handelns machen. Außerdem liegt ihnen der freie Zugang zu Informationen für alle Menschen sehr am Herzen.. Zu ihren Hauptaufgaben gehören deshalb z.B. auch so wichtige und aktuelle Themen wie Datenschutz, Videoüberwachung, Ethik und Bibliotheken oder das Durchführen von Projekten mit Titeln wie: „Bücher für Gefangene“, „BücherFrauen“ oder „Bücherbus in Nicaragua“.

Vielen Bibliotheken würde ein genauerer Blick auf die Arbeit von Akribie gewiss nicht schaden, denn häufig steht die soziale und interkulturelle Arbeit nach wie vor, viel zu sehr im Hintergrund bibliothekarischen Arbeitens. Und wenn Themen wie Zensur, Internetüberwachung oder Datenschutz ab und an etwas kritischer betrachtet würden, wäre das ganz sicher auch nicht von Nachteil.

Wer sich für den Arbeitskreis Kritischer BibliothekarInnen interessiert kann sich über http://www.akribie.org/index.html weiter informieren.

Außerdem sei hier noch darauf hingewiesen, dass Akribie auf dem Bibliothekstag sowohl mit der Podiumsdiskussion „Kulturelle Vielfalt in Bibliotheken?“, als auch der Diskussion „Ethik von oben. Ethische Grundsätze der Bibliotheks- und Informationsberufe in Deutschland (2007). Nachfragen zu einem BID-Papier“ vertreten sein werden.
http://www.bibliothekartag2008.de/de/Programm.htm