Community-Analyse des FB5 der FH-Potsdam
22. November 2009
Eine Umfrage soll Klarheit schaffen
Hunderte von E-Mails gehen ab jetzt und in den kommenden Tagen an Alumni, Studierende, Lehrende und Mitarbeitende des Fachbereichs 5 “Informationswissenschaften” der Fachhochschule Potsdam.
“Wir wollen etwas für die Zusammenarbeit zwischen Ehemaligen, Lehrenden und Studierenden am FB5 tun. Deswegen haben wir eine Umfrage entwickelt, um den Bedarf an Online-Communities und anderen Formen der Partizipation, Kommunikation und Aktivität am Fachbereich zu analysieren,”
so die InitiatorInnen der Umfrage, von denen einige auch aktiv dieses Blog mitgestalten. Im Verlauf der kommenden Wochen sollen die Ergebnisse der Umfrage auf der Alumni Website des Fachbereichs veröffentlicht werden. Mehr dazu in Kürze …
Bibliothek 2.009 fetzt
22. Oktober 2009
Web 2.0 und Bibliotheken? Klingt ähnlich wie “Web 2.0 und Supermarkt” oder “Web 2.0 und Versicherungsunternehmen”.
Stimmt aber nicht ganz: Ausgefeilte, auf Bibliotheken abgestimmte Tools aus dem Mitmachweb zeigen – Bibliotheken nutzen das Web 2.0 und verändern die Perspektive auf den Umgang mit Informationen. Darf auch Spaß machen. Einfach, leicht, gut und praktikabel! Wie’s geht und für alle verständlich steht auf Bibliothek 2.009.
Ergebnisse zum RDA-Projekt online verfügbar
6. Juli 2009
Unsere bereits etwas zurückliegende Umfrage, die im Frühjahr 2009 auf der BOBCATSSS-Konferenz in Porto vorgestellt wurde, ist jetzt über das E-LIS Repositorium verfügbar.

defensive and demanding II – Revaluation
15. Juli 2008
Was war?
Die Lehrenden und Studierenden des unten genannten Fachbereichs der FH-Potsdam haben das Curriculum ihres Studiums bewertet. Davon betroffen sind zur Zeit 3 Semesterklasssen (2. 4. und 6. Semester) also ca. 270 Studierende. Hier die Hauptergebnisse.
Studenten sollen besser und stärker artikulieren, was sie möchten.
Studierende sollen sich bemerkbar machen, wenn Redundanzen in der Lehre aufkommen.
Studierende sollen sich stärker engagieren.
Was fiel auf?
Ist der “von allen” beschworene Paradigmenwechsel (Medienrevolution) am Fachbereich angekommen?
Wird er wirklich kommuniziert (unabhängig, ob von oben nach unten oder wie auch immer)?
Es wurde betont, dass die FH mehr ist als eine Berufsschule. Aber die Fähigkeiten einer beruflichen Ausblidung sollten dennoch vermittelt werden, oder? Wenn die FH mehr ist als eine Berufsschule, sollten auch kritische BibliothekarInnen das Ziel eines Curriculums sein, sonst werden sie noch uncool
. Das bezieht sich auch auf die Fragwürdigkeit bestimmter Lerninhalte. Das deeskalierende Element in der Moderation hatte eine allgemeine Wohlfühlstimmung zur Folge.
Unabhängig davon sind Ideen wie eine Veranstaltung zum Berufsbid “Bibliothekarin/Bilbiothekar” oder evtl. auch zum Wandel dieses Bildes durchaus willkommen, womit wir wieder oben angekommen sind. Was war nochmal?
Was bleibt?
Ausbildung und Austausch
30. Mai 2008
Wer mehr über öde, altmodische Studiengänge und Ausbildungsmöglichkeiten erfahren möchte, oder sich sogar vorstellen könnte selbst bald zu den Uncoolen zu gehören, hat die Möglichkeit, sich auf dem Bibliothekstag in Mannheim ausführlichst darüber zu informieren.
z. B. kann man in der KIBA („Konferenz der Informatorischen und Bibliothekarischen Ausbildungseinrichtungen“ – ok, zugegebenermaßen ganz schön lange und umständlich) also, in der KIBA Lounge bei Vertretern von bibliothekarischen Hochschulen vorbeischauen und sich alle Neuigkeiten zu deren Studiengang berichten lassen. Am Dienstag zwischen 13.00 und 14.00 Uhr gibt es dort übrigens eine Veranstaltung zum Master Informations- und Wissensmanagement, mit Infos zum Studienablauf, Berufschancen, etc.
Oder man begibt sich am Dienstag zwischen 12.00 und 13.30 Uhr in die lockere Atmosphäre des Newcomertreffs. Dort werden Studierende und Auszubildende ihre Projekte und ihr Studium mit Posterpräsentationen vorstellen. Außerdem sollte hier die Chance ergriffen werden, neue Leute kennen zu lernen mit denen man sich anschließend in Mannheims Kneipen wundervoll austauschen kann. z. B. über coole und uncoole Jobs und Studienmöglichkeiten oder vielleicht auch einfach mal über was ganz anderes.
…und Angebote der Ausbildungsträger in Berlin und Potsdam
BBK Gesprächskreis

Von links nach rechts:
- Prof. Dr. Claudia Lux, Generaldirektorin der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin
- Prof. Dr. Michael Seadle, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin
- Dr. Andreas Degwitz, Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, Stellvertretender Vorsitzender des VDB Regionalverbandes Berlin-Brandenburg (Moderation)
- Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm, Dekan des Fachbereichs Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam
- Prof. Dr. Ulrich Naumann, Direktor der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
ZU dieser am 28. April 2008 vom Regionalverband Berlin-Brandenburg des VDB in den Räumlichkeiten des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft ausgetrageben Veranstaltung trafen sich einige Bibliotheksikonen aus Berlin-Brandenburg um über die Anforderungen an den höheren Bibliotheksdienst auch mit den Lehrenden der Fachhochschule Potsdam und der Humboldt-Universität zu diskutieren.
Begonnen wurde mit den Kopetenzanforderungen: Nutzerorientierung, Technologieknowhow, Betriebswirtschaft und Managementsoftskills. Anwärter auf die Leitungspositionen im höheren Dienst in Bibliotheken sollten einiges davon mitbringen. Die Bibliothek, so Andreas Degwitz in seiner Impulsvorrede biete großen Platz für das Professionelle. Sie sei eine Expertenorganisation und Profibürokratie. Dann gab Herr Degwitz das Wort an Herrn Naumann mit dem Verweis, dass Erschließung weiterhin der Kern bibliothekarischer Arbeit ist.
Herr Naumann möchte keine Introvertierten, keine Fachreferatsleiter, sondern vor allem Profile mit 30% Managementskills. Diese skillsmitzubringen seie wesentlich, um innerhalb der Bibliothek Bereiche und Einheiten zu leiten. “Keine Introvertierten aber auch keine Staatsschauspieler”, so Herr Naumann.
Frau Lux stimmte bezüglich der Managementqualifikationen zu und betonte die Kompetenzen Teamarbeit, Projektarbeit, Projektabwicklung sowie Auswahl der Medien. Zusätzlich betonte sie die Kenntnis der rechtlichen Bedingungen, die Organisationsfähigkeit sowie die Menschenführung.
Herr Hobohm, jetzt nicht mehr aus der Direktoren- sondern aus der Lehrperspektive, machte auf die Praxisanbindung, die durch projektorientierte Studiengänge wie den BA ermöglicht würden, aufmerksam und die daraus sich bei Studierenden ausprägenden Problemlösungskompetenzen. Sollten die Studierenden dann schließlich den MA dranhängen, so wären sie qualifiziert “neue Lösungen in einer komplexten Welt zu entwickeln”. Dabei warb er besonders mit dem Potsdamer Master, der in zwei Jahren kommen wird. Allerdings, so wurde der Ball an die Praxis zurückgespielt, müsse man wissen, was der Boden ist, auf dem die neuen Manager und Wissensexperten antreten werden.
Keine klare Antwort, sondern der Hinweise auf Changemanagement, kreative Ideen sowie der Entschluß die Dinge weiterzubringen, war die Reaktion von Frau Lux. Michael Seadle verkündete, dass auch an seinem Fachbereich auf die Probleme, die unsere bibliothekarische Welt umtreiben, eingegangen wird und Lösungen dazu vermittelt werden. Auch betonte er den Schwerpunk auf der Forschung an seinem Fachbereich. Insgesamt gesehen, so Seadle, verfügen diese Studenten nach ihrem Master über die geforderten Problemlösungskompetenzen.
Frau Lux stellte Fragen, auf die man nur tendenziell Antworten finden konnte. Wo landen dann die Bibliothekare? Wie sieht die Bibliothekslandschaft der Zukunft aus?
Bezüglich der aufgeworfenen Frage nach der Technologiekompetenz der Anwärter auf die höheren Bibliothekstätigkeiten wurde von allen das Prädikat “sehr wichtig” vergeben. Auch das Wissen darum, was man daraus bauen kann(verstehen mit welchen Techniken es zu tun hat), wurde allseits betont. Herrn Naumann war auch wichtig, dass er Verantwortungen abgeben kann und sich raushalten kann, in dem Wissen, dass seine Leute die Dinge übernehmen können und sie im Griff haben. Selbstständige Leute sind gefragt, die Probleme innerhalb der bestehenden Strukturen zu kommunizieren ihre Kompetenzen unter Beweis stellen.
In der anschließenden Diskussion wurde einige kontroverse Punkte aufgeworfen:
Fähigkeiten der HU-Studenten des konsekutiven Master oder des Magisters werden zum Teil nicht anerkannt.
EIn Referendariat wird meistens als Eingangsvoraussetzung für den höheren Dienst gefordert.
Gewünschte Qualifikationen werden im Bewerbungsgespräch meist durchgehend nicht erfüllt.
Die Inhalte der Berufswelt müssen im Studium adäquat abgebildet werden.
Verschiedenartige (eben nicht harmonisierte) Qualifikationen und berufliche Curricula seien der Komplexität der Bibliothekswelt zuträglich.
Abschließend wurden nochmals Grundprobleme aufgeworfen: Wie können wir Informationen vermitteln? Welche Prozesse laufen eigentlich ab? Die Informationswissenschaft habe als Wissenschaft eine sehr schwierige Stellung. Das Vergütungsverständnis innerhalb des Verwaltungssystems manipuliere die Intention der Einstellung bzw. die Personalentscheidung.










