Mein BibCamp³ #bib3


Bericht vom Bibcamp 2010, 7-8. Mai 2010 Hannover

Professionalisierung der Bibliothek 2.0

Themen:

  • 2.0 Kompetenz verstärkt in die Stellenausschreibungen von Bibliotheken mit einbeziehen
  • 2.0 Anwendungen für die Neuorganisation der Bibliothek oder der übergeordneten Einrichtung nutzbar machen
  • Welche Strategien gibt es, Berührungsängste von KollegInnen oder Mitarbeitenden gegenüber Web 2.0 abzubauen?

Ideen, Anmerkungen, Diskussionsstränge irgendwo auf dem Weg zu professionellen Bibliothek 2.0:

  • Dass Web 2.0 Kompetenz der Organisationsentwicklung und –verbesserung dient, sollte bei ArbeitgeberInnen mitgedacht werden, wenn Web 2.0 Kompetenzen in der Stellenausschreibung gefordert werden. Web 2.0 Anwendungen sollten nicht als Alibi für Innovationen eingesetzt werden. 2.0 BibliothekarInnen sollten vor allem gezielt daran arbeiten, eine Verbesserung der Strukturen, der Organisation und der Kommunikation durch Social Media Anwendungen zu schaffen. Diese Dimension von Web 2.0 sollte in der Praxis aufgegriffen und stärker kommuniziert werden.
  • Um Organisationen davon zu überzeugen, dass sich viele 2.0 Anwendungen für die Verbesserung von Kommunikation, Wissens- und Wissenschaftsmanagement nutzen lassen, bedarf es Überzeugungsarbeit. Effektives Changemanagement hin zur 2.0 Organisation bedarf einer neuen Kultur des Kommunikationsstils.
  • Mehr experimentieren. Berührungsängste abbauen. Support aktiv anbieten. Demonstrieren was möglich ist und wie man heute arbeiten kann.  Bibliothek als Versuchslabor: http://www.lib.umich.edu/mlibrary-labs
  • Scheitern berücksichtigen und als Teil des Lernens akzeptieren. Virtuelle Fachbibliotheken oder Vascoda sollten nicht immer so stark abgewertet werden, stellen sie doch ein Musterbeispiel für den „Erfolg des Scheiterns“ dar. Denn über den Aufbau der ViFas sind viele junge Leute in den Bibliotheksbereich gekommen, viele neue technische Ideen wurden eingebracht und das Angebot sukzessive optimiert. Zugleich hat durch die internetbasierten Fachbibliotheken eine Verjüngung stattgefunden. Bibliothekarische Fachzeitschriften sind stets erfolgsorientiert. Scheitern gehört ins Management. Eine Atmosphäre des Ausprobierens und des Testens ist fruchtbarer, wenn der Erfolg nicht das einzige Ergebnis sein soll. Scheitern und Ausprobieren tragen auch maßgeblich zur lernenden Organisation bei: Open Innovation lautet hier das Stichwort.
  • Projekte unabhängig vom Image der Einrichtung aufstellen. Das Testen von Anwendungen ist möglich, ohne direkt als bestimmte Einrichtung auftreten zu müssen.
  • Versuchen, alle Dimensionen ausreizen. Alle Zielgruppen mitnehmen.
  • Soziale Motivation und langer Atem sind ebenfalls entscheidend.
  • Praktische Anwendungsfälle, Trends und Demos präsentieren und vermitteln.

Wissenschaft und Bibliothek: Unterstützung der WissenschaftlerInnen

Thema: Welche Services können Bibliotheken speziell WissenschaftlerInnen anbieten?

  • Präsentation einer Webanwendung: Übersicht aller Publikationen des  Instituts, sortierbar nach ZSN, Themen, Mengen an Publikationen pro Autor, als Aushängeschild einer Forschungseinrichtung
  • Kommunikationskontakt zu den WissenschaftlerInnen ist sehr wichtig, um herausfinden, welche Tools überhaupt für die Wissenschaft benötigt werden.

Ideen:

  • Plattform auf der WissenschaftlerInnen ihre Publikationen veröffentlichen
  • Literaturverwaltung, Proaktive Services, offene Sprechstunden, zeigen,dass man da ist und zur Verfügung steht.
  • Wir zeigen es an Eurem eigenen Rechner.
  • Unterstützung bei der Einreichung von Aufsätzen in einem Journal Submission System? Unterstützung beim Einreichen von Aufsätzen?

Sharing

Wie schafft man es, dass WissenschatlerInnen ihre Daten teilen oder überhaupt Literaturverwaltungsprogramme benutzen? Die Prägung der Veranstaltung war sehr technikorientiert: Endnote, Citavi, Mendeley aber auch CiteULike, zotero und JabRef wurden angesprochen und verglichen.

Vorbehalte:

  • Anwendungen oft zu hakelig. Facebookisierung mancher Literaturanwendungen, d.h. z.B. alle Daten, die ich in Mendeley internebasiert eingebe, dienen Mendeley zu Profilbildung und Weiterverarbeitung
  • Daten werden auch gerne von WIssenschaftlierInnen zurückgehalten (Angst, immer dieselben Quellen, Konkurrenz)
  • Vielen ist der Mehrwert veröffentlichter und zur Weiterverarbeitung generierter Daten nicht ersichtlich, Ängste

Ansätze:

  • Primärdaten sollten bei Publikation mitgeliefert werden.
  • Man sollte sich auf das Medium, die Anwendung einigen.
  • Entscheiden, wann und wo ich Daten veröffentlichen will.
  • CiteULike : eigene Daten können unter Creative Commons gestellt werden

Beispiele:

Beratender Katalog 2.0

Beispiele in diesem Zusammenhang: http://wiwi-werkbank.de/
Eyeplorer gutes Instrument http://eyeplorer.com/show/, Relevanzranking

Bibliotheksapps

Wer braucht es? Lohnt sich das? Demo von Apple und Android Apps. Kosten unklar. IPad, eBook Trends – lose Diskussion. Bachelorarbeit, neue Geräteklassen, Evtl. Arbeitskreis gründen, Was sollen wir tun?

Weitere Informationen zu allen Sessions unter http://bibcamp.pbworks.com/

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3 Kommentare

  1. Pingback: Bibliothekarisch.de » Blog Archive » Beiträge zum Bibcamp3 in Hannover [Update 27.05.10, 11:51 Uhr]

  2. Pingback: Gelesen in Biblioblogs (21. KW) « Lesewolke's Blog

  3. Pingback: 2010 in review « BibliothekarInnen sind uncool

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